Montag, 30. Dezember 2013

Goodbye America!

Nach Weihnachten war die Zeit auf einmal viel kürzer als ich es wahr haben wollte... Aber ich habe sie definitiv gut genutzt. Am 26. war ich morgens mit einer sehr guten Freundin bei einer Art Subway aber mit Bagels Frühstücken, was sehr witzig war und uns nicht wie 2 Stunden vorkam als uns beiden auffiel, dass wir schon längst wieder Zuhause sein sollten. Nachmittags bin ich mit meiner Gastschwester und ihrem Onkel ins Kino gefahren, genauer gesagt nach Des Moines ins iMaxx Kino. Das ist im Prinzip einfach ein Kinosaal, wobei es keinen wirklichen Bildschirm oder eine Leinwand gibt, sondern die gesamte Fläche die nicht Boden oder Stühle ist dient als Leinwand. Soll heißen, es gibt keine Wände, und das ganze ist einfach gigantisch. Der Sound ist auch extrem cool, da die Lautsprecher hinter dem Screen, der nicht 'fest' ist, sind. Wir haben the Hobbit 2 geguckt, zum Film selber erzähle ich hier aber nichts. Jedenfalls sollte man so ein iMaxx auf jeden Fall mal gesehen haben! Den Abend haben wir damit verbracht, mit der ganzen Familie Monopoly zu spielen, und dann war auch schon mein letzter Tag angebrochen, den ich natürlich mit packen verbracht habe. Einen letzten Blizzard (Eine Art Eis mit etwa jeder möglichen Geschmacksrichtung, ich nehme immer oreo) und dann bin ich irgendwann sehr spät eingeschlafen, mit sehr gemischten Gefühlen. 

Am nächsten morgen wurde ich von meiner Gastmutter geweckt, die genauso traurig war wie ich. Wir sind recht früh losgefahren (mussten ja auch noch zu McDonalds zum Frühstücken, auch wenn ich nichts runter gekriegt habe), sodass wir auch ziemlich früh am Flughafen waren. Nachdem wir noch ein bisschen zusammen gesessen haben, bin ich dann zur Sicherheitskontrolle gegangen - nicht ohne mich tränenreich von meiner Gastfamilie zu verabschieden. Immerhin war die Sicherheitskontrolle ein Witz, im Gegensatz zu dem Horror beim Hinflug... Ich hatte übrigens 2 Koffer mit jeweils 23kg also komplett voll, und bestimmt nochmal 15kg Handgepäck (ja das habe ich später noch bereut, da meine Tasche keine Rollen hatte). 

Der erste Flug war okay, auch wenn das Flugzeug extrem klein war und ich deshalb meine Tasche auch nicht als Handgepäck mitnehmen konnte (ich müsste aber nichts extra zahlen). In Atlanta, wo ich zwischengelandet bin, bin ich dann wegen meiner großen, schweren Tasche gestorben. Dieser Flughafen ist riesig, was bedeutet man muss sehr lange laufen, und das zusammen mit dem Stress den man nunmal hat wenn man alleine in einem riesigen Flughafen rumläuft... Naja zum Mittagessen gabs dann das letzte mal Essen bei McDonalds, was muss das muss :D Und dann war ich einfach nur noch froh, als ich im Flugzeug saß. Dieser Flug war nicht so toll, da ich kaum schlafen konnte... Immerhin hatte ich einen schönen Bildschirm im Sitz vor mir, wo ich aus vielen Filmen aussuchen konnte. 

In Düsseldorf angekommen müsste ich dann noch sehr lange auf mein Gepäck warten, war dann aber einfach nur noch froh, meine Familie zu sehen. 

Das war's also mit Amerika, wahrscheinlich gibt es später nochmal einen Blogrintrag in dem ich schreibe wie es ist, wieder Zuhause zu sein. An dieser Stelle aber schonmal danke an alle, die mitgelesen haben!  

Hannah :) 

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Weihnachten in Amerika

Ganz bewusst hatte ich mich dazu entschieden, Weihnachten noch in Amerika zu verbringen, ganz einfach weil man sowas nicht so einfach nochmal machen kann. Und ja, es war schon schade Weihnachten nicht mit meiner Familie zu feiern, aber da ich diese ja 4 Tage später wieder gesehen habe, war das dann ok. Jetzt zum eigentlichen Post: Weihnachten ist - wie eigentlich alle Feiertage in Amerika - eine ziemlich große Sache. Den ersten Schmuck gab es deshalb auch schon Anfang September zu kaufen, offenbar teilweise auch schon früher.  So richtig fing die ausgiebig geschmückte Weihnachtszeit dann aber erst nach Thanksgiving an. Ab dem 1. Dezember hatte ich dann auch einen Adventskalender, der aber eher aus einer Box bestand, in die meine Gastmutter jeden Tag eine Kleinigkeit gelegt hatte. Auch Nikolaus gab es, in Form einer Tüte mit ein paar Kleinigkeiten wie Socken und Schokolade. Aufgrund der ausgiebigen Dekorationen etc. in der Vorweihnachtszeit hatte ich recht hohe Erwartungen, die sich jedoch nicht so wirklich bestätigt haben.

In meiner Familie wurde Weihnachten sowohl am 24. (Christmas Eve) als auch am 25. (Christmas Day) gefeiert. Der 26.12. ist übrigens in Amerika kein Feiertag. Wir haben also unsere Geschenke, die übrigens schon seit Wochen unter dem mit recht witzigen Ornamenten geschmückten Weihnachtsbaum lagen, teilweise am 24. Abends und teilweise am 25. morgens ausgepackt. 

Das Auspacken der Geschenke war eher eine Enttäuschung für mich, denn mal abgesehen von dem Fakt, dass alle nur Sweatshirts und Jogginghosen anhatten (was jetzt nicht gerade Weihnachtsstimmung aufgebracht hat) und sich Null zurechtgemacht haben, wussten alle außer ich schon vorher was sie bekommen. Das lag daran, dass man hier keinen Wunschzettel schreibt, sondern sich seine Geschenke aussucht und sie sich dann kaufen lässt. Ich finde das richtig blöd, denn das nimmt die ganze Magie und Überraschung und das Geschenkeauspacken ist Mega unweihnachtlich. Außerdem gibt es, wie ich finde, viel zu viel Müll, weil die Geschenke alle erst in Boxen und dann noch in Geschenkpapier gepackt werden, aber über Dinge wie Umweltschutz muss man mit den meisten Amerikanern echt nicht diskutieren. 

Nun aber zum positiven Teil: Ich habe, dafür dass ich 'nur' eine Austauschschülerin bin, extrem viele Geschenke bekommen, hauptsächlich Klamotten. Mein Lieblingsgeschenk kam von meinem Gastvater: Er hat mir eine Dose aus Holz geschnitzt und eine Kette hinein gelegt, beides total schön! :) 

Und ja, Christmas Morning, also am 25., gab es für jeden ein 'Stocking', also der berühmte Socken am Kamin, auch wenn bei uns der Kamin genauso wenig damit Zutun hatte wie ein Socken. Auch dieses Geschenk bestand aus vielen kleinen Dingen die man mal brauchen könnte, auch wenn ich mich echt nicht mit der Idee anfreunden könnte, jedes Weihnachten eine Zahnbürste geschenkt zu kriegen. 

Am 26. war Weihnachten dann wie gesagt auch schon wieder vorbei, was auch dazu geführt hat, dass ALLE Weihnachtsdekoration restlos entfernt wurde. 

Insgesamt war also die Vorweihnachtszeit irgendwie schöner als Weihnachten selber, aber das ganze war definitiv eine Erfahrung, die ich froh bin gemacht zu haben. 

Achja, an Weihnachten habe ich übrigens das erste mal hier 'gekocht', soll heißen Gurkensalat mit Soße nach einem Rezept von meiner Oma und Apfelpfannkuchen. Naja, besser irgendwas als garnichts und besser spät als nie :D 

Hannah :)

Sonntag, 22. Dezember 2013

Valley Junction, Basketball & Lichterpark

 









Die Woche Nach Thanksgiving war nicht so sonderlich interessant, bis auf Samstag, als wir nach Des Moines gefahren sind, zur 'Valley Junction', was im Prinzip einfach eine Ansammlung von Läden auf ein paar Straßen ist, also ähnlich einer deutschen Fußgängerzone, sowas gibt es hier normalerweise nicht, weil es in jeder halbwegs großen Stadt eine Mall gibt. Das war ziemlich interessant und es war wirklich ein schöner Tag. Besonders gut gefallen hat mir, dass alles so schön alt war, das braucht man ab und zu ;)


Ja, es war -20 grad, da gehen Eisskulpturen...






Montag habe ich mit Basketball aufgehört, die Gründe möchte ich hier jetzt nicht erklären, aber es war definitiv eine gute Entscheidung, auch wenn ich froh bin, Basketball überhaupt probiert zu haben. Die Woche habe ich dann neben Schule hauptsächlich Zuhause mit meiner Familie verbracht, was ich sehr genossen habe. 

Auch wenn ich Basketball spielen nicht so Super fand, mag ich den Sport an sich trotzdem. Deshalb waren wir Donnerstag beim Spiel der Iowa State Basketball Woman, was auch wirklich gut war - und gewonnen haben wir auch noch! 


Diesen Samstag haben wir uns eine Art Lichterpark in Des Moines angeguckt, also ein Park wo man mit dem Auto durchfährt und sich verschiedene mit elektrischem Licht geformte und natürlich Weihnachtsorientierte Figuren und ähnliches anguckt. Das ganze kostet ein bisschen was und der Erlös geht an die 'Make a Wish Foundation', die sehr schwer kranken Kindern einen Wunsch erfüllt, zum Beispiel einmal mit der Familie ins Disneyland zu gehen oder ähnliches. Das ganze war ziemlich cool und hat mit sehr gut gefallen. Wir haben etwa 45 Minuten in diesem Park verbracht, aber so lang kam es mir überhaupt nicht vor. Danach waren wir noch essen, in einem Restaurant was wahrscheinlich regelmäßig den die-meisten-Fernseher-in-einem-Raum-Award gewinnt (ich hab in dem Raum in dem wir saßen etwa 20 gezählt), das Essen war aber trotzdem gut ;) 

(Die Bilder kommen später)

Das war's eigentlich auch schon, die 2 Wochen zwischen Thanksgiving und letzter Schulwoche waren außerhalb der zwei in der Überschrift genannten Aktivitäten nicht besonders spannend... Schnee haben wir noch, das schöne hier ist, dass es so kalt ist, dass der auch liegen bleibt. Ansonsten gab e aber wirklich nicht viel. 

Bis bald!

Hannah :) 



Die letzte Woche Schule in Amerika

Die letzte Woche vor den Winterferien war eigentlich ziemlich witzig, wäre es nur nicht schon die letzte gewesen. Die Schule hatte eine Art Spendenaktion laufen die sich 'Winter Madness' nannte, und etwa wie an Homecoming jeden Tag ein bestimmtes Outfit erforderte. 

Montag war das Motto Schlafanzug oder auch 'Come as you are Day', also sollte man einfach so zur Schule kommen, wie man hält aufgewacht ist. Einige Menschen haben das erschreckend ernst genommen, bei den meisten war es aber eher ziemlich witzig. Abends gab es dann noch ein Konzert der Schulband, was wir uns aber nur halb angeguckt haben, da es ziemlich voll und meine Gastschwester ziemlich schnell fertig war.

Dienstag war 'Ugly sweater Day', also mit anderen Worten trage seinen gruseligstes Pulli oder am besten noch den gruseligsten Pulli deiner Eltern. Das war einfach nur witzig und hat mich die Theorie entwickeln lassen, dass manche Sweater vielleicht nur für solche Mottotage verkauft werden, und nicht weil sie wirklich irgendwem gefallen. 

Mittwoch ging es dann bergab mit den lustigen Mottos, es ging darum möglichst viel weiß zu tragen... Was irgendwie nicht so richtig funktioniert hat. Egal, hauptsache in der 3. Stunde hat mein Sportmarketinglehrer einfach mal Pizza bestellt, ohne einen wirklichen Geund aber ok, da sagt man nicht nein.. Der Tag nach der Schule war noch besser, weil ich mit drei Freunden, die auch alle Austauschschüler sind, zum Weihnachtsshopping gefahren bin. Das hat richtig Spaß gemacht und danach hatte ich auch endlich alle Geschenke, inklusive selbst ausgesuchter für die Freunde mit denen ich shoppen war, zusammen. 

Donnerstag war -ER Day. Nein, ich hab meinen Kopf nicht auf die Tastatur geknallt, es ging wirklich darum sich als etwas zu verkleiden was mit -er endet. Die Mehrzahl der Leute die verkleidet waren war als Läufer verkleidet, aber viele waren auch einfach 'teacher' oder 'teenager' und somit nicht gezwungen ihr Aussehen drastisch zu verändern. Abends war ich noch mit meiner Gastfamilie essen, in dem Restaurant in dem ich auch an Homecoming war. Es war wie letztes mal ziemlich cool als der Koch vor unseren Augen die ganze Platte in Flammen gesetzt hat und uns danach ein sehr leckeres Essen servierte, auch wenn es so viel war dass der Rest davon am nächsten Tag nochmal als Abendessen gereicht hat. 

Freitag war es dann so weit, mein letzter Tag Schule in Amerika. Ich konnte es garnicht glauben, eigentlich kann ich es immernoch nicht, aber so ist es nunmal... Man könnte sagen, ich habs vorher gewusst. Vor der Schule habe ich mich mit meinen oben genannten Freunden getroffen und wir haben uns unsere Geschenke gegeben, außerdem habe ich von ihnen noch eine sehr süße Karte bekommen. Diese Freunde haben später am Tag sogar nochmal eine Durchsage gemacht nur für mich, was mich fast zum heulen gebracht hat... Naja so ist das. Es war jedenfalls ein toller Tag, wenn man mal davon absieht, dass ich mich von ganz ganz vielen Freunden, Mitschülern und Lehrern verabschieden musste. Nach der Schule habe ich mich noch mit ein paar Freunden getroffen und wir haben gequatscht, gegessen und Spiele gespielt. Das war total witzig, aber am Ende natürlich auch traurig. 

Mir bleibt nur zu sagen dass ich nicht zum letzten mal diese Schule betreten habe und dass mir die ganzen tollen Erinnerungen immer bleiben, egal was passiert. 

Frohe Weihnachten euch allen! 

Hannah :) 

Montag, 2. Dezember 2013

Thanksgiving in Michigan

Mittwoch morgen ging es dann um 6 uhr los, ich glaub ich habe die Nacht 2 Stunden geschlafen... Glücklicherweise hatte ich dann ja genug Zeit, da die Fahrtzeit nach Michigan normalerweise 9 Stunden ist, wir aber 11 gebraucht haben. Das lag am sogenannten 'Lake effect Snow', also Schnee der entsteht oder deutlich verstärkt wird durch einen großen See der ziemlich nah ist. Die ganze Physik dahinter habe ich nicht verstanden, aber es war sehr witzig, bei starkem Schneefall zu fahren während der Himmel Blau war. Das sah so aus:


Offenbar waren einige Amerikaner der Meinung, sie könnten nur weil sie 4-Wheel-Drive haben genauso schnell fahren wie sonst auch, was sich als großer Fehler heraus stellte. Auf einem Kilometer gab es bestimmt 3 Autos im Straßengraben, Leitplanken gibt es hier ja auch nicht überall. Die Fahrt war insgesamt einfach nur lang und als wir dann mit einer Stunde Zeitverschiebung um 18 Uhr Ortszeit in Grand Rapids, Michigan bei der Schwester meines Gastvaters und ihrem Sohn ankamen, waren wir alle auch echt Müde. 4 Bundesstaaten in einem Tag ist halt schon was :D 

Donnerstag - Thanksgiving Day - haben wir dann größtenteils mit Fernsehen verbracht. Der Tag war also relativ unspektakulär, abgesehen vom Thanksgiving Dinner, was es merkwürdigerweise schon um 14 Uhr gab. Es war sehr lecker und mehr oder weniger traditionell mit Turkey und diversen Beilagen. Besonders interessant fand ich die Cranberrys, die eher wie fester Wackelpudding aussahen, aus der Dose kamen und wahrscheinlich mit echten Cranberrys wenig zu tun haben. Und nein, wir haben nicht alle zusammen gesessen und uns erzählt wofür wir alle dankbar sind, wie gesagt, es war eher unspektakulär. 




Freitag war 'Black Friday', was hier soviel 
bedeutet wie unendlich viele Sales, was so ziemlich heden früher oder später in die Läden treibt. Ich fand das etwas kontrovers, da manche Leute wohl wirklich über andere gerannt sind um die besten Sales zu bekommen, und das genau einen Tag nachdem man feiert was man schon hat... Amerika halt^^ 
Wir sind zu einer Mall gefahren die nicht so unglaublich voll war und haben dort trotzdem ziemlich gute Sales gefunden, hier zum Beispiel:



Shoppen war aber auch wirklich das einzige was wir den ganzen Freitag und Samstag gemacht haben, wobei ich damit jetzt nicht wirklich ein Problem hatte :D 

Sonntag war dann Rückfahrt angesagt, welche dann zum Glück deutlich kürzer war als die Hinfahrt. 

Das war also mein Thanksgiving, auf jeden Fall eine coole Erfahrung. 

Bis bald!

Hannah :) 

Samstag, 30. November 2013

Basketball und womit man sonst noch eine Woche verbringen kann

Montag hatten wir unseren Basketball Fundraiser, was bedeutet eine Gruppe von Menschen (in diesem Fall mein Basketballteam) tut etwas um Geld zu bekommen. Wo viele andere Kekse verkaufen gehen, sind wir wirklich arbeiten gegangen - als Kellnerinnen in einem Restaurant. Dieses Restaurant heißt 'Valentino's' und ist eine Art italienisches Pizza-Buffet Restaurant. Das hat das ganze relativ einfach gemacht, da ungefähr jeder Buffet bestellt hat, also müssten wir den Leuten eigentlich nur Getränke und am Ende die Rechnung geben, sowie den Tisch abräumen. Wir haben in Kleingruppen gearbeitet und es war sehr interessant zu sehen wie so ein Restaurant 'hinter den Kulissen' funktioniert. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht und auch das freie Essen was wir am Ende bekommen haben war sehr gut (ich habe noch nie Maccaroni-Cheese-, Hamburger-, oder Bacon-Cheeseburger-Pizza gegessen). Da wir alle Trinkgelder des Abends bekommen haben hatten wir am Ende auch einiges an Geld eingenommen. 

Ich mit der Band 'Beat Club'
Capital Cities
Dienstag Abend sind meine Gastschwester und ich auf ein Konzert gegangen - Capital Cities und Fitz and the Tantrumps. Nein, ich hatte vorher auch keine Ahnung wer die zweite Band ist, aber mit Capital Cities dürften die meisten von euch 'Safe and Sound' in Verbindung bringen. Das Konzert war in Ames, was ich ziemlich cool fand, nicht nur weil das bedeutete nur 5 Minuten Fahrzeit zu haben. Das Konzert startete mit einer Vorband namens 'Beat Club' aus Los Angeles. Deren Musik war auf jeden Fall schonmal deutlich brauchbarer als ihr Aussehen, aber naja, Künstler und jedem das seine undso, nicht wahr ;) 

Fitz and the Tantrums
Danach kam dann Capital Cities, und das war wirklich eine riesen Party. Die Musik war richtig gut und es hat einfach nur Spaß gemacht! 


Als letztes kam noch 'Fitz and the Tantrums'. Deren Show war gut, auch wenn sich einige Songs einfach total ähnlich anhörten und das ganze etwas lang gemacht haben. Insgesamt war es aber ein richtig guter Abend und wir waren froh, dass Mittwochs die Schule später startet :D  

Mittwoch war das letzte Iowa State Volleyball-Spiel, welches aber weder besonders interessant noch erfolgreich war. Donnerstag und Freitag waren ach nicht sonderlich spannend, da nach Schule und Basketball außer Hausaufgaben nichts mehr anstand. 

Ein schlechtes Foto der Bowlingbahnen, ja es war tatsächlich dunkel
Samstag Abend hatte ich mich mit meinen Freundinnen verabredet, weil wir den Geburtstag von einer Freundin nachfeiern wollten. Also haben wir und beim 'Texas Road House' getroffen, ein Restaurant dessen Art von Essen beim Namen schon recht klar wird. Es war sehr lecker! Danach sind wir Bowlen und Laser Tag spielen gegangen, auch dabei hatten wir sehr viel Spaß und es war einfach ein gelungener Abend. Besonders cool fand ich, dass es 'Party-Bowling' war, also war es dunkel und es gab Lichter an den Seiten der Bahnen. 

Dienstag hieß es mal wieder früher aus der Schule, aber diesmal nicht für Cross Country, sondern für Basketball. Nach 2 Stunden Fahrt waren wir in Iowa City angekommen, wo wir dann gespielt haben. Ich habe zwar nicht gespielt (auch wenn ich die letzten Paar Minuten hätte spielen können, aber da ich absolut nicht wusste was ich machen muss, habe ich es nicht gemacht) aber mein Team hat gut gespielt, trotzdem haben wir am Ende verloren. Danach war noch das Varsity Game (ich weiß nicht ob ich das hier schonmal erklärt habe: Varsity ist das beste Team, Junior Varsity ist wo alle anderen spielen und dann gibt es manchmal noch ein Freshmen Game, also nur Mädels in der 9. Klasse), was unsere Schule für sich entscheiden konnte. Nach dem Spiel gab es für uns alle Pizza und dann waren wir alle froh, als wir um 23 Uhr wieder zurück in Ames waren. 

Blick von meiner Bushaltestelle aus in die Straße
Achja, letzte Woche hat es hier übrigens wie ihr rechts sehen könnt geschneit und es war so um die -12 grad. Auch wenn das schön aussah war es echt richtig richtig ekelig kalt, besonders weil ich sowas ja mal absolut nicht gewöhnt bin. Und es ist noch nicht mal Dezember, ich bin gespannt was da noch so auf mich zu kommt... 

Sorry dass ich nicht mehr so regelmäßig poste, dafür habt ihr die Garantie, dass das alles vollständig ist. Danke fürs weiterlesen!

Den nächsten Post gibt es nächste Woche, dann über Thanksgiving in Michigan! 

Bis dann,

Hannah :)

Freitag, 8. November 2013

'Es ist Zeit, etwas neues anzufangen!'




... Fand ich vor einigen Tagen als Nachricht in meinem Werbe-Glückskeks vom China-Imbiss (Die Ami-Version von Chinesisch kann ich übrigens empfehlen, solange frisch) und dachte das passt gerade auf meine Sportliche Situation hier, lest selbst...

  - WER DEN HALLOWEEN-POST SUCHT, muss bitte etwas weiter unten gucken, ich hab da irgendeinen Fehler gemacht. Sorry für das alles - 

Letzten Samstag war ich beim Cross Country State Meet, dem letzten Meet dieser Saison. Gestartet sind nur die Varsity Girls, also die richtig guten Läuferinnen, und unser Team ist zweiter geworden. Es war sehr lustig zuzusehen und im 'Pep-Bus' (ein normaler Schulbus in dem angemeldete Schüler die zuschauen wollen zu den Spielen/Meets etc. gefahren werden) die 1,5 Stunden dauernde Strecke zu fahren. 

Tischdekoration von Sonntag (sorry für die Balken)
Sonntag gab es schon wieder Cross Country, dieses mal aber wirklich das letzte mal. Potluck Dinner war mal wieder das Stichwort, also jeder bringt etwas mit und man hat dann ein Buffet. Da wir 70 Mädels im Team haben war das wirklich eine Meeeeeenge Essen. Ich saß mit meinen Freundinnen zusammen und habe einfach den Abend genossen, wir hatten sehr viel Spaß. Nach dem Essen sind wir in einen Raum in der Schule gegangen der aussieht wie eine Mischung aus Kino- und Theatersaal, und jedes Mädchen hat eine Teilnahmeurkunde sowie (wenn verdient) eine Urkunde für besondere Leistungen beim Cross Country bekommen. Dann haben die Coaches noch einige Reden gehalten und zum Schluss gab es noch einen Film, der zu einem Großteil aus Bildern bestand, auf denen wir alle laufend zu sehen waren. Wirklich schön war das nicht, dafür aber witzig! :D 

Meine Cross Country Mädels
Montag und Dienstag war ich krank, da ist also nichts passiert, Mittwoch bin ich nach der Schule Basketballschuhe kaufen gegangen (Ja, richtig, ich spiele jetzt Basketball). 

Donnerstag fing nach der Schule ein unglaublich genialer Abend an. Ich habe mich mit meinen Freunden in einem Restaurant getroffen (auch das war wieder sehr sehr lustig) und danach sind wir zu einer Party von unserer Schule gegangen. Das ganze hieß Tucheze (nein keiner wirklich niemand wusste wie man das ausspricht) was 'Let's Dance' auf irgendeiner Sprache bedeutet, und warum das ganze Stattfand weiß ich nicht genau, aber der Erlös von den Eintrittskarten wird gespendet. Auch wenn sich 'Schulparty' jetzt erstmal Lahm anhört, war es doch eine ziemlich geniale Party. Es waren mehr als 300 Leute da die in der Cafeteria von 8 bis 11 Uhr Abends das Gebäude (wortwörtlich!) zum Wackeln gebracht haben. Was ich sehr cool fand war dass man sich nicht besonders stylen musste oder ähnliches, die meisten Leute hatten normale T-Shirts, Jeans/ kurze Laufhosen und Nikes an. Dieser Abend wird mir definitiv in Erinnerung bleiben, weil es einfach Super viel Spaß gemacht hat. 

John Wayne und ich
Freitag hatten wir Gott sei dank frei, und meine Hostfamilie und ich haben die Möglichkeit genutzt um nach Winterset, einer kleinen (sehr, sehr kleinen) Stadt in Iowa zu fahren. Wayne interessierts?! Ganz genau. Es ist die Geburtststadt von John Wayne, der ja allgemein bekannt sein dürfte (wenn nicht, Google ist euer Freund). Mehr als ein Foto und ein paar Postkarten gabs da aber auch nicht zu holen und so waren wir am frühen Nachmittag schon wieder zurück. Abends war das letzte Footballgame, und diesmal war es wirklich das letzte, weil wir verloren haben. Insgesamt hatten wir aber eine sehr gute Saison und so war auch keiner so richtig traurig als wir gegen die letzte (auch nicht ganz soziale) Mannschaft verloren haben. 

Das Wochenende habe ich mit Nichtstun verbracht, langsam merke ich schon wie mir die fehlende Woche meiner Sommerferien plus die komplett übersprungenen Herbstferien fehlen... Aber in 2 Wochen ist Thanksgiving, was mir etwa 6 Tage Pause beschert, also Bücher auf und durch, nicht wahr... 

Montag hatte ich nach der Schule das erste mal Basketball. Ich hatte den riesigen Nachteil noch nie vorher bei einem Basketballtraining gewesen zu sein und dementsprechend entpuppte sich dieses Training als weniger hilfreich denn angsteinflößend, aber gut, was war zu erwarten. Dienstag sah die Welt schon besser aus, mal sehen was noch so passiert. Mir geht es nicht darum Profi-Basketballer zu werden, sondern Mitglied eines Teams zu sein, mich zu bewegen und etwas Zutun zu haben. Spaß würde ich zwar auch begrüßen, aber das kommt sicher bald von alleine. 

Bis dann,

Hannah :) 


Donnerstag, 31. Oktober 2013

Eine dieser Wochen...

... In der nicht wirklich etwas total spannendes passiert aber trotzdem ein extrem langer Post entsteht :D

Also den Rest der Schulwoche über ist eigentlich nicht mehr so viel passiert, außer dass ich versucht habe, mit meinen Hausaufgaben wieder in den Rhythmus zu kommen (die hatte ich die letzten 2 Wochen über eher etwas vernachlässigt). Zum Glück hatten wir ein langes Wochenende, sodass ich genug Zeit für Hausaufgaben UND Schlaf hatte. 

Freitag Abend war ein Footballgame der Highschool, bei dem ich mit meinen Freunden sehr viel Spaß hatte, auch wenn es echt mega kalt war. Aber wir haben gewonnen, also alles gut ;) Das hat und dann auch in die 'nächste Runde' gebracht (ich verstehe das System nicht wirklich, aber da bedeutet wir sind gut und wir haben jetzt noch mehr Spiele obwohl die Saison offiziell vorbei ist). 

Samstag morgen wurde ich dann von meinem Gastvater mit den Worten 'Wake up, GAMEDAY!' geweckt - Was heißt das? Richtig, schon wieder Football. Dieses mal aber Iowa State. Vor dem Spiel haben wir noch eine Freundin von meinem Gastvater beim 'Tailgating' getroffen und uns ein bisschen unterhalten. Ich dachte echt nicht, dass die das so knallhart durchziehen und da echt alle Samstags morgens mit ihren Bussen und Zelten auftauchen, aber so war es. Als wir uns da unterhalten haben habe ich aber auch verstanden wie, nachdem sich die Freundin von meinem Gastvater erstmal 2 Getränke die in irgendeiner Weise mit Vodka zubereitet werden gegönnt hat - um 8 Uhr morgens, diese Leute die Spiele Ende Oktober/November überleben. Naja, das Spiel war.. .. Kalt.. .. Und nicht besonders gut, weshalb wir irgendwann in der 2. Halbzeit dann auch wieder gegangen sind. 

Sonntag waren wir shoppen in Des Moines, wo ich mir dann endlich Winterstiefel und eine Winterjacke gekauft habe. Abends war ich dann noch mit dem anderen deutschen Austauschschüler hier und einer älteren Frau, die sich für Ahnenforschung interessiert, essen. Sie hatte uns eingeladen, weil sie neugierig war, wie das Leben in Deutschland denn so ist etc. Das war ganz interessant und auch ganz lustig, auch wenn wir nicht unbedingt nach einer Wiederholung schreien. 

Montag habe ich eher nichts gemacht, außer noch ein Paar Hausaufgaben. Dienstag ist auch nichts spannendes passiert, interessant wurde es erst Mittwoch wieder...

Denn nach der Schule war ich mit ein Paar Freunden in einem Restaurant verabredet, von wo aus wir später zum Playoff-Game der Highschool fahren würden. Das war sehr witzig, vorallem da wir uns für das Spiel verkleiden sollten - Halloween undso. Nach einem lustigen Abend im Restaurant hatten wir dann also noch ein kaltes, aber witziges Footballgame, welches wir gewonnen haben, sodass am nächsten Montag das nächste stattfindet. 
Darf ich vorstellen?  Mein neuer Freund, the Joker :)

Im nächsten Post ist es dann endlich so weit - Halloween! :) 

Also bis dann -

Hannah :) 

Halloween


Dass Halloween hier eine recht große Sache ist, ist keine Neuigkeit. Deshalb habe ich mich auch schon lange drauf gefreut, besonders da die Läden hier auch schon vor Monaten mit Halloween-Deko angefangen haben. In der Schule war an diesem Tag eigentlich alles normal, so richtig verkleidet war keiner (auch wenn ich das T-Shirt einer Lehrerin extrem cool fand, darauf stand 'this is my math teacher costume') und es ist auch nichts aufregendes passiert, außer dass während dem Lunch in der Cafeteria Darth Vader vorbei kam und mit Süßigkeiten um sich geworfen hat. Achja, mein Chemielehrer war doch verkleidet: In einem gelben Radioaktiv-Anzug mit passender Maske hat er am Anfang der Stunde 'Rock Candy' (Reiner Zucker, sieht aus wie Kristalle, diese waren blau) verteilt, das hat die ersten 10 Minuten keiner angefasst :D

Riesen-Spinne an irgendeiner Straßenecke
Mein lieblings-Haus: Spinnenweben überall und Grabsteine im Vorgarten
Nach der Schule sind wir ein bisschen in der Gegend rumgefahren (nachdem wir bei einer allgemein bekannten McFastfoodkette einen 'Pumpkin Spice Latte' Kaffee gekauft haben) und haben uns die Halloween-Dekorationen an den Häusern angeschaut. Ich war wirklich begeistert, einige Leute haben einen richtig guten Job gemacht (und wahrscheinlich keine anderen Hobbys..). 

Noch ein sehr cooles Haus
Um 17.30 haben wir dann mit dem 'Trick-or-Treating' angefangen. Was man in Deutschland an Sankt Martin macht, macht man hier an Halloween: Man geht im Prinzip nur von Haus zu Haus und sagt 'Trick or Treat!' und bekommt dann Süßigkeiten. Das ganze ist hier aber etwas geregelter: Man rennt nur von 17.30-19.30 in der Gegend rum und man darf nur zu Häusern gehen die das Licht vor dem Haus anhaben. Da das aber relativ viele sind, war das auch völlig in Ordnung. Wir waren nicht besonders lange unterwegs, weshalb ich am Ende auch nicht so viele Süßigkeiten hatte, aber Spaß hat es trotzdem gemacht. 

Das Ergebnis: Trick-or-Treat
Achja: Ich war übrigens wieder als Baseball-Schiedsrichter verkleidet, wie auf dem Foto im letzten Post. Halloween-Verkleidungen müssen hier nicht unbedingt 'gruselig' sein, ich persönlich vermute ja das liegt daran, dass man hier nicht an die Möglichkeit hat, seine kreative Energie an Karnevalskostümen auszulassen, da es das ja hier nicht gibt. 

Ich melde mich sobald es geht wieder! 

Hannah :) 






Mittwoch, 23. Oktober 2013

Die letzten paar Tage mit der deutschen Gruppe

Sonntag haben wir die Training Facilities der Iowa State Basketball-Teams angeguckt. Das war wirklich beeindruckend, da es in diesem riesigen Gebäude neben je einer Sporthalle für die Damen- und Herrenmannschaft und einem Kraftraum auch z.B. Räume mit bequemen Sesseln und Riesenleinwand gibt in denen man Filme, äh, Spielanalysen gucken und bequem zocken, ehem, Hausaufgaben machen kann. Uns wurde aber erklärt, dass die Spieler hier wirklich eine Menge Zeit verbringen und es daher toleriert wird wenn die gewählten Aktivitäten auch mal nicht Schulbezogen sind. 

Später waren wir noch Lasertag spielen, das bedeutet jeder Spieler bekommt etwas das aussieht wie ein Gürtel im die Brust/Schulter, in den eine Art Dreieck etwa in Brusthöhe vorne und hinten integriert ist. Das ganze blinkt ziemlich viel und ist durch ein Kabel verbunden mit einer Laserpistole. Man wird dann etwa 5 Minuten lang in einen 2-Stöckigen, verwinkelten Parcours gelassen, wo man versucht so oft wie möglich so viele gegnerische Dreiecke wie möglich mit dem Laser zu treffen. Wir haben Jungs gegen Mädchen gespielt, da muss ich euch wohl nicht sagen wer gewonnen hat (endlich haben die PC-Spiele mal was gebracht), aber es hat auf jeden Fall allen sehr viel Spaß gemacht.

Montag business conference - farewell Dinner - Abbys House
Montag war ich nicht in der Schule, sondern bin stattdessen zur Iowa State University gefahren, um dort an der 'Young Woman in Business Conference' teilzunehmen. Dabei ging es um Studiengänge und generell Möglichkeiten für Mädchen im Bereich Business. Da ich sehr früh da war habe ich draußen gewartet und mir einfach mal die Leute angeguckt, die hier so zum College gehen. Ich fand es sehr interessant :D 
Als ich dann rein kam, habe ich erstmal eine Art Karte mit meinem Namen, der Schule und der Stadt sowie meinem Plan für den Tag bekommen, außerdem einen Beutel mit kleinen Werbegeschenken und 
Frühstück. Bei der Begrüßung ging es mehr um die Iowa State University an sich als um Business, was sich aber dann in den Vormittagsvorlesungen, die jeder vorher individuell ausgesucht hatte, geändert hat. Ich habe mir wirklich gute Vorlesungen ausgesucht (auch wenn das Glück bzw geraten war...) und meine Lieblingsvorlesung war über Management Information Systems, einen Studiengang im Bereich Business. Nachmittags gab es dann nochmal eine Generalversammlung und eine Rede der Organisatorin der ganzen Veranstaltung. Ansonsten waren die Vorlesungen von den Zuschauerzahlen her sehr gering, und die Zuschauer bestanden aus Mädchen der Klassen 9-12 sowie einigen interessierten Lehrern und Eltern.  Ein weiterer sehr positiver Punkt war das Mittagessen, was es in der Kantine gab, wenn man das überhaupt so nennen kann. Es gab eine riesige Auswahl und es war wirklich lecker. Am Ende der Konferenz gab es dann noch eine Führung über den Iowa State Campus, die mit Stopps an interessanten Punkten und einigen spannenden Infos gefüllt war. Alles in allem war es eine tolle Sache und ich war froh, dass ich da war! 


Später war dann noch das Farewell-Potluck-Dinner (Abschieds-Abendessen für die deutschen bei dem jeder etwas zu essen mitbringt sodass man ein Buffet hat) bei dem unsere Lehrer sowie alle deutschen eine kleine Rede gehalten haben und danach viele Fotos gemacht wurden. Im Anschluss sind wir noch zu einer Amerikanerin nach Hause gefahren und haben den Abend hauptsächlich mit reden, Tischtennisspielen und einfach das Zusammensein genießen verbracht. 

Dienstag war nach einem normalen Schultag ein Volleyballgame, wo wir uns mit ein Paar Leuten aus der Gruppe getroffen haben, bevor wir nochmal alle zu einer Amerikanerin gefahren sind um einfach nochmal alle zusammen zu sein. Da wir ja am nächsten Tag nicht in die Schule mussten, sind ein Paar Leute danach, also so gegen Mitternacht, noch in ein Restaurant gegangen. Das war sehr witzig, auch wenn uns da so langsam klar wurde, dass das echt der letzte Abend ist. (PS: Ja das ist Frühstück. Und ja, es war halb 1 morgens.)

Über Mittwoch möchte ich eigentlich garnicht reden, es war einfach Super traurig am Flughafen. Das einzige, was alle ein bisschen aufgeheitert hat, war dass es für die meisten kein 'Goodbye' sondern ein 'See you soon' war. 

Sorry dass das alles hier so lange gedauert hat, aber als ich diesen Post vor etwa einer Woche hochladen wollte ist das Ding hier abgestürzt und ich musste alles neu machen, also seid mir nicht böse...

Bis bald,

Hannah :) 





Ein Tag in der Natur

Samstag bin ich für meine Verhältnisse mal spät aufgestanden (so gegen 8), weil ich ja nicht mehr um 7 beim Training sein musste. Stattdessen bin ich zu einer Freundin gefahren (die auch eine Deutsche Austauschschülerin hat, die ebenfalls eine sehr gute Freundin von mir ist), um dann mit den beiden und ihrem Vater in die Natur zu fahren. Klingt dumm, war aber wirklich so. Nach 2 oder 3 Stunden Fahrt waren wir bei einem Privatgrundstück irgendwo in Iowa angekommen, welches Freunden der Familie gehört. Das Grundstück war wirklich riesig (ich könnte nicht mal schätzen wie groß es insgesamt war) und bestand aus Wald, Wiesen und Seen.

 Als erstes waren wir an einem der Seen und haben angefangen zu Angeln. Ich gab das noch nie gemacht, es war also ganz interessant. Leider waren in diesen See aber offenbar nicht besonders viele Fische, so dass wir, nachdem wir es einmal an der anderen Seite des Sees versucht haben, zum Fluss (ja, da gab es auch einen Fluss) gefahren sind. Da haben wir uns dann auch hingesetzt und ich habe verstanden, warum so viele Leute Angeln entspannend finden (ich dachte immer das wäre langweilig^^). Irgendwann wurde es aber so kalt und windig, dass wir uns entschlossen haben aufzuhören. Wir hatten leider immerhin keine Fische gefangen, und selbst wenn, wir hätten es nicht wissen können, weil es echt viel zu windig war. 

Danach sind wir dann ein Stück in den Wald gegangen, wo wir dann mit Gewehren, etwa solche wie Jäger benutzen, geschossen haben. Wir haben auf Bierdosen geschossen die wir vorher geschüttelt hatten, sodass es jedes mal eine kleine Explosion gab wenn wir eine getroffen haben. Das hat mir super viel Spaß gemacht und ich war auch garnicht soo schlecht :D 

Später dürften meine deutsche Freundin und ich noch jeder das Auto (großes, cooles Auto) ein Stückchen fahren, auch das war sehr cool, auch wenn wir am Anfang echt Angst hatten, etwas falsch zu machen. Wirklich kompliziert war es aber nicht, da das Auto, wie die meisten hier, ein Automatik war. 

Als das Wetter dann endgültig zu schlecht wurde, sind wir zurück nach Hause gefahren, nicht ohne uns noch ein 'Blizzard' bei DQ (eine der gefühlt 2000 Fastfood-Ketten hier drüben) zu holen. Diese Dinger sind im Prinzip Eiscreme mit z.B. Oreo-Stückchen oder Erdbeergeschmack, aber die Portionen sind riesig. 

Zuhause haben wir dann noch Hotdogs und Cheeseburger gegessen, sowie geschmolzene Marshmallows mit Schokolade in einem Keks als Nachtisch. Mit anderen Worten: Am Ende des Tages konnte ich kein Essen mer sehen, aber das war es Wert. Alles in allem hatten wir also einen total coolen Tag! 

Weiter gehts mit der letzten halben Woche, in der die deutsche Gruppe hier war. 

Bis dann! 

Hannah :) 

Eine programmreiche deutsch-amerikanische Woche

Sonntag waren mal wieder Hausaufgaben angesagt, ansonsten ist aber nicht viel passiert. Montag sind die Deutschen und die Hosts ins Kino gegangen, da es mit aber nicht gut ging, bin ich Zuhause geblieben.

Dienstag war eine 'Bowling & Pizza Party', und ich muss sagen, es war eine der besten Sachen die wir hier bisher gemacht haben. Wie der Name schon sagt haben wir gebowlt und Pizza gegessen, das coole war aber das wirklich jeder was mit jedem gemacht hat und sich die Gruppen (Deutsche und Amerikaner) gut gemischt haben. Es war auf jeden Fall total lustig und ich fand es wirklich schade, dass es nach 2 Stunden schon wieder vorbei war. 

Mittwoch und Donnerstag war ich mit Cross Country beschäftigt, siehe letzer Post. 

Freitag waren wir Abends im 'Haunted Forest', was ein Gruselwald hier in Ames ist. Man geht also auf einem vorgegebenen Weg durch einen Wald und auf dem Weg dadurch fallen Dann Plüschspinnen aus den Bäumen und als Zimbies verkleidete Menschen springen hinter Bäumen hervor. Das ganze war schon gruselig während wir da durch gegangen sind, im Nachhinein ging es aber (außer ein Typ der uns die ganze Zeit mit ner Kettensäge hinterher gelaufen ist, der ging echt garnicht). Danach waren wir noch bei einem Mädchen, das auch hostet, Zuhause und haben einen Horrorfilm geguckt (Zufall? Nein). 

Über Das Wochenende und die letzte halbe Woche schreibe ich später! :) 

Bis bald, Hannah :) 

Cross Country

Das Kennzeichen von meinem Coach
Mittwoch war das letzte Cross Country Spaghetti Dinner, dementsprechend war es auch etwas besonderes:  Anstatt unserem Trainer haben die Seniors, also die Mädels die Altersbedingt das letzte mal am Cross Country teilnehmen konnten, jeder eine Rede gehalten. Wir waren trotzdem an unserem gewohnten Platz, in einem Park in der Nähe der Highschool. Auch ich musste eine Rede halten, ich habe mich aber kurz gefasst, nicht zuletzt weil mir für sowas in so einer Situation (ich war unvorbereitet, da ich nicht davon ausgegangen bin, eine Rede halten zu müssen) einfach das Vokabular fehlt. Es war aber auch an sich schon nicht einfach, da diese Mädels durch das Training, das 6 mal die Woche stattgefunden hat, wirklich meine besten Freunde hier geworden sind.
Manche Reden waren sehr kurz, manche sehr lang, insgesamt haben wir für die etwa 20 Reden ungefähr 2 Stunden gebraucht. Danach waren wirklich alle einfach nur noch hungrig und sehr froh endlich aus der Kälte zu kommen. Das letzte Spaghetti-Dinner war dann zwar lustig, aber irgendwie auch traurig, weil halt jeder wusste, dass es das letzte sein würde. 

Donnerstag hieß es dann ein letztes mal eine Stunde früher aus der Schule (ich hab Psychologie, also meine letzte Stunde, inzwischen echt aufgegeben) und das letzte Rennen laufen. Es war ein Homemeet, wir sind also auf dem Iowa State Course gelaufen. Insgesamt waren über 1000 Läufer und Läuferinnen da, es war also eine Riesen Veranstaltung. Ich bin am Ende sogar meine beste Zeit gelaufen und es war ein schönes letztes Rennen. 

Das sind meine 'Lockersigns', also einfach Bilder mit Motivationssprüchen, die am Abend vor dem Rennen an jeden Locker der Teammitglieder (zur Erinnerung: Wir sind 70) gehangen wurden
Cross Country war und ist ein ganz ganz großer und Teil meiner Erinnerungen hier in Amerika und ich bin unglaublich froh, dass ich damit angefangen habe. Auch wenn ich das Läufen 90% der Zeit gehasst habe und es immernoch nicht mein Lieblingssport ist, habe ich durch Cross Country eine Menge gelernt, unter anderem dass man immer weiter gehen kann als man denkt, wenn man nur daran glaubt und die richtigen Leute hat, die einen unterstützen. Diese Leute hatte ich zum Glück hier und die Mädels, die ich hier kennen gelernt habe, werde ich nie vergessen. Auch wenn das hier keiner von den Mädels lesen kann, ich bin unglaublich dankbar für diese Zeit und die ganzen wundervollen Erinnerungen. 

Jetzt heißt es sportlich gesehen erstmal ein paar Wochen Pause und dann fange ich an, Basketball zu spielen. Darauf freie ich mich sehr, endlich wieder ein Ball :) 

Weiter gehts mit dem Post über Samstag. 

Danke übrigens für eure Geduld, dass ich nicht so oft poste liegt echt an meiner Zeit, aber ich versuche vollständig zu bleiben in meinen Erzählungen, sodass ihr wirklich immer wisst was passiert. 

Bis bald! 

Hannah :) 

Sonntag, 13. Oktober 2013

Mall of America

Samstag morgen ging es um 7.30 Uhr los, mit dem Bus nach Minneapolis, Minnesota zur Mall of America. Die Hinfahrt war etwa 3,5 Stunden lang und ich habe währenddessen an einer Baustelle in Minnesota meinen ersten amerikanischen Stau erlebt (in Iowa gibt's sowas einfach nicht.) 

Achterbahn im Freizeitpark der Mall

Als wir dann da waren sind wir erstmal ein bisschen rumgelaufen und haben das ganze auf und wirken lassen, es war wirklich beeindruckend. Ich war mit einer Gruppe aus 3 Amerikanern und einer deutschen Freundin von mir unterwegs und es war wirklich witzig. Nachdem wir uns das ganze etwas angeguckt hatten, haben wir beschlossen, zuerst in den Freizeitpark in der Mall zu gehen (Ja ich meins ernst, ein Freizeitpark IN der Mall). Wir haben Tagestickets gekauft, hatten also die Möglichkeit weder zu kommen, was wir später auch gemacht haben. Zuerst haben wir aber einmal alles ausprobiert was cool aussah (auch die rechts gezeigte Achterbahn), was sich als gute Idee herausgestellt hat, da es gegen späten Nachmittag als wir wieder kamen schon recht voll war. Wir hatten jedenfalls eine Menge Spaß und es war echt witzig, aus einer Achterbahn heraus Einkaufsläden zu sehen. 

Nachdem wir alles, was interessant aussah einmal ausprobiert hatten, konnten wir leider nicht mehr gerade gehen und haben und dementsprechend erstmal für etwas ruhigeres entschieden - Shoppen. 
Wir waren natürlich nicht in jedem Laden (ich glaube das geht in einem Tag auch garnicht) aber wir sind schon überall rumgelaufen und waren in einigen Läden (und bei McDreck, hehe - wer mal ein amerikanisches Happymeal sehen will guckt links). Die Mall hat 4 Stockwerke, die jeweils wie ein Viereck angeordnet sind, sodass man praktisch im Kreis laufen kann. 

Und nein, als wir fertig waren hatte ich nicht 50 Tüten und 4000$ ausgegeben, aber ja, ich habe einiges gekauft. Eine schöne Sache war, dass man im Bundesstaat Minnesota für Kleidung keine Steuern zähen muss, die Sachen waren also noch günstiger als sie es in Amerika sowieso schon sind. Nach 4 Stunden Shoppen (wir hatten übrigens einen Jungen in unserer Gruppe, er hat sehr tapfer durchgehalten) waren wir so ziemlich durch und sind zurück zum Freizeitpark gegangen, wo wir noch etwa 3 mal unsere Lieblingsachterbahn gefahren sind, aber diesmal deutlich länger warten mussten. Danach konnten wir endgültig nicht mehr stehen, haben uns also ein Eis gekauft und uns hingesetzt. Die Mall war zu diesem Zeitpunkt (so 17 Uhr) schon deutlich voller, obwohl (wie wir aber erst danach erfahren haben) Jugendliche unter 16 Jahren nach 16 Uhr nichtmehr ohne volljährige Begleitung einkaufen gehen dürfen (es gab wohl einige Flashmobs in größeren Malls, aus denn dann dieses Gesetz entstanden ist). Danach sind meine deutsche Freundin und ich nochmal zu einem Laden gegangen und um 18.15 Uhr war dann auch schon Treffpunkt um wieder zurückzufahren.

Die Rückfahrt hat genauso lange gedauert wie die Hinfahrt, war aber sehr witzig. Ich saß zusammen mit einer Gruppe bestehend aus Deutschen und Amerikanern und wir haben uns gegenseitig Zungenbrecher in beiden Sprachen beigebracht, es war zum totlachen. Als wir dann wieder in Ames waren war ich aber auch echt nicht mehr zu gebrauchen, trotzdem sind wir noch eben zu McDreck gefahren (jo, mal wieder ein gesunder Tag), weil ich mein Essen im Bus größtenteils mit der Gruppe geteilt habe, sodass ich dann doch sehr hungrig war (und Kochen um 10 Uhr abends ist ja mal gar keine Option). Aber das war es Wert, all die Gesichtsausdrücke von den Deutschen die alle noch nie Candy Corn (eine in Verbindung mit Halloween sehr populäre Süßigkeit) gegessen haben. 

Als wir dann endlich Zuhause waren, bin ich dann aber auch echt direkt ins Bett gegangen, weil ich wirklich total müde war (hatte die Nacht davor ja auch nicht besonders viel geschlafen^^). Alles in allem kann ich aber wirklich sagen, dass sich der Trip gelohnt hat und es wirklich eine tolle und lustige Erfahrung war. 

Heute (Sonntag) waren dann mal wieder Hausaufgaben dran, ihr kennt das ja. Ansonsten ist aber nichts interessantes passiert. Die nächste Woche dürfte allerdings sehr interessant werden, weil wir praktisch jeden Tag Programm haben und das Ende dieser Woche auch das Ende von Cross Country ist. 

Ich versuche mich so bald wie möglich zu melden :) 

Hannah :)