Samstag, 12. Oktober 2013

28 years of friendship

Dienstag war ein Tag voller Aufregung, weil Mittwoch dann die aus 20 Schülern bestehende Gruppe aus meiner Heimatstadt für 2 Wochen nach Ames kommen würde. Dieser Austausch ist fester Bestandteil im Programm beider Schulen und hat bisher eine 28 jährige Geschichte (Ja richtig, deshalb die Überschrift). 

Mittwoch hieß es dann endlich früher aus der Schule und ab zum Flughafen. Ich bin mit einer Freundin gefahren, deren Familie auch eine Deutsche aufgenommen hat. Am Flughafen, bewaffnet mit Willkommens-Plakaten und  kleinen Presenttüten, waren dann wirklich alle unglaublich aufgeregt, und die 20 Minuten die wir auf die Gruppe warten mussten kamen allen vor wie 20 Stunden. Als dann aber auch diese endlich rum waren, kam endlich die Gruppe. Ich habe mich riesig gefreut, alle wieder zu sehen und es war echt süß zu sehen wie alle ihre Gastfamilien das erste mal im 'Real Life' gesehen haben. 
Nachdem wir den Koffer meiner Freundin geholt haben, sind wir mit ihrer Hostfamily zu einem Restaurant gefahren und haben gegessen und uns schonmal ein bisschen unterhalten. Ihre Hostfamily war sehr interessiert in so ziemlich allem was mit Deutschland zu tun hatte, und ich natürlich in allem was sich schon so geändert hat seit ich geflogen bin.. Es war jedenfalls sehr lustig. 


Später sind wir dann noch auf eine Kürbisfarm gefahren, wo wir ein bisschen auf einem Anhänger gefahren und dann durch ein Maisfeldlabyrinth gelaufen (oder eher geirrt) sind. Es war wirklich lustig, auch wenn wir am Ende alle echt müde waren. (Bild: Maislabyrinth mit Sonnenuntergang, sieht schön aus, aber danach kommt halt Maislabyrinth im dunkeln...)

Donnerstag war dann ein sehr aufregender Tag, es war schon komisch plötzlich schon lange gekannte Gesichter in der Schule zu sehen, aber es war auch lustig. In der 6. Stunde war die Schule dann aber auch schon wieder vorbei (Nein, ich bin mir nicht sicher ob der Lehrer der mich in der 8. Stunde hat mich noch erkennt), weil wir ein Cross Country meet hatten. Das war auch sehr lustig, weil die, die deutsche haben, diese einfach mitgenommen haben. (Bild unten: Eine Zeichnung die ein Mädchen von Cross Country auf mein Bein gezeichnet hat... Mit Fineliner... mal eben so.. Aus der Hand... Während wir in einem fahrenden Bus saßen^^)

Endlich Freitag! Auch wenn ich garnicht wirklich gemerkt habe, dass die Woche schon wieder um war, war ich sehr froh das Wort 'Freitag' auf meinem Kalender lesen zu können. Nach der Schule haben wir wieder die Austauschschüler mit zum Cross Country genommen, nur diesmal mussten sie auch wirklich mitmachen. Die allgemeine Meinung war wohl, dass es nicht deren Lieblingssport, aber ok war (das entspricht ungefähr genau dem was ich die ganze Zeit von Cross Country denke). 

Abends war dann wieder Aufregung angesagt, weil es für die deutsche Gruppe das erste mal zu einem Footballspiel ging. Wir hatten eine Menge Spaß und es war ein tolles Erlebnis für alle Deutschen, aber da wir in der Halbzeitpause mit sowas wie 46:0 geführt haben (für alle die garnicht wissen was beim Football abgeht, das bedeutet dass die Gegner dezent unbrauchbar waren) haben wir uns dazu entschieden zu gehen. Erstmal sind wir Huckepack aus dem Stadion gerannt und sind dann alle (9 Leute, 7 Amerikaner, eine deutsche Freundin von mir und ich) zu Orange Leaf (einem Ort wo man frozen Yoghurt kaufen kann) gefahren. Nachdem wir alle mit Yoghurt in 20 Geschmacksrichtungen mit etwa 300 Toppings versorgt waren, sind wir zu einem der Mädchen aus der Gruppe nach Hause gefahren und haben noch einen Film geguckt, bevor wir gegen Mitternacht nach Hause gegangen sind. Dieser Abend war wirklich unglaublich witzig und hat mir wieder das gezeigt was ich an Amerika am meisten liebe - diese Spontanität und dass man einfach etwas mit Leuten machen kann, auch wenn man sie nichtmal kennt. 

Totmüde Zuhause angekommen habe ich mich dann einfach nur noch auf Samstag gefreut, an dem es in die Mall of America ging. Mehr dazu im nächsten Post! 

Bis bald,

Hannah :) 

Zoo-Besuch in Omaha

Sonntag waren wir, wie in der Überschrift schon gesagt, in einem Zoo in Omaha, Nebraska. Dieser Zoo ist offenbar sehr berühmt, Nebraska sieht aber auch nicht wirklich aus als gäbe es hier sonst noch was anderes interessantes... :D Naja also der Zoo war wie erwartet sehr groß und hat mich an den Zoo in Basel erinnert (war jemand schonmal da?), wir waren aber nicht überall, weil das Wetter als wir ankamen nicht gut war und danach eher noch schlechter geworden ist. Also waren wir hauptsächlich in den überdachten Anlagen, aber das was wir gesehen haben, war schon interessant. Am besten fand ich das im Zoo enthaltene Aquarium (wie vielleicht dezent anhand meiner Bilderauswahl deutlich wird). 

Nach dem Zoobesuch waren wir aber nur noch in einem Restaurant, das wirklich abnormal große Bürger serviert hat (und die wundern sich echt, dass hier so viele übergewichtig sind?) und sind dann nach Hause gefahren. 

Montag hatten wir frei und haben den Tag in einer Mall in Des Moines mit Shoppen und später mit ein bisschen Hausaufgaben verbracht. 

Der nächste Post kommt sehr bald, dann geht es um den Besuch der Gruppe aus Deutschland! 

Also bis bald, 

Hannah :) 

Samstag, 5. Oktober 2013

Homecoming!! :)

Endlich Homecoming-Week :)
Für die jenigen die absolut nicht wissen was das ist, es geht dabei um eine Art Mottowoche, in der es ein bestimmtes Motto, in der Schule ein paar Meetings, kleinere spielchen, und jeden Tag eine art speziellen dresscode gibt. Am Ende wird dann auch eine Homecoming-Queen und ein Homecoming-King gewählt. Insgesamt geht es hauptsächlich darum die Schule zu feiern, wobei teilweise die ganze Stadt involviert ist.

Montag ging es also los, die ganze Schule war dem Motto  (Throwback to the 50's - Kickin' it oldschool) entsprechend dekoriert und es ging direkt mit einem Assembly (ein Treffen aller Schüler und Lehrer in der Turnhalle) in den Tag. Der Inhalt war eigentlich nur das Vorstellen des Homecoming-Kommitees, aus dem die Queen und der King gewählt werden (6 Mädels und 6 Jungs, mir alle unbekannt), und ein paar kleine, recht unterhaltsame spiele, die diese Schüler bestreiten mussten. Der 'Dresscode' für den Tag lautete Zwillinge, was bedeutet jeder der mitgemacht hat hatte jemanden in der Schule der dasselbe anhatte. Das war ganz witzig, aber leider haben (wie die ganze Woche über) nicht soo viele dabei mitgemacht.  
Abends war die Homecoming-Parade, was bedeutet dass jedes Sport-Team und einige Clubs sowie die Marching Band unserer Schule für etwa 40 Minuten durch die Innenstadt von Ames gefahren/ gelaufen sind. Ich bin mit einigen Leuten aus meinem Team auf einem Feuerwehrtruck gefahren. Es war superwitzig, so eine Parade mal von der 'anderen Seite' zu sehen und selber mal Süßigkeiten zu werfen (die aber leider nach 3 Minuten leer waren :D)(Links: Einige Cross-Country Mädels bei der Parade: In, auf und an einem Auto :D ; Unten: Die Marching Band)


Dienstag war Grade-day, also sollten alle Freshmen (9. Klasse) etwas weißes, alle Sophomores (10. Klasse) etwas rotes, alle Juniors (11. Klasse) etwas blaues und alle Seniors (12. Klasse) etwas schwarzes anziehen. Ich weiß nicht ob es daran liegt dass die Farbe einfach war oder daran dass das das beste Jahr ist, aber dieses Motto haben die Seniors mit Abstand am besten umgesetzt. Insgesamt hatten aber ziemlich viele zumindest ein Shirt in der vorgesehenen Farbe an (ich hab natürlich auch brav was blaues angezogen ;)). Abends war ich noch mit meinem Gastvater beim Volleyballgame unserer Schulmannschaft, wir haben leider verloren aber die Mädels haben gut gespielt. 

Mittwoch sollten sich alle im 50's-Look anziehen, was aber wirklich nur die wenigsten hingekriegt haben. Allerdings sahen die, die sich dem Motto entsprechend angezogen haben, auch wirklich aus wie in der falschen Zeit gelandet. Tagsüber haben wir dann jeder für sich den Homecoming-King und die Homecoming-Queen gewählt (elektronisch, natürlich, wofür hat man denn so schicke Computer...). Abends hatte ich mein Cross-Country Spaghetti-Dinner, was ziemlich lustig war. 

Donnerstag sollten alle das Homecoming-Tshirt anziehen, was aber wirklich kaum jemand anhatte (viele haben es erst garnicht gekauft). Später hatte ich mein Cross Country Rennen (was mir mal wieder eine Stunde Psychologie erspart hat, höhö), was aber weder besonders gut noch besonders schlecht (sondern hauptsächlich warm) war. 

Ein Auto im 50's style vor der Schule
Freitag war dann Gameday angesagt, also jeder in Ames High Sachen. Das hat auch ziemlich gut funktioniert, die Aufregung aufs Spiel war jedenfalls schon morgens beim Assembly (bei dem auch Homecoming-King und -Queen angesagt wurden) zu spüren. Abends war dann das berühmte  Homecoming-Game, also eigentlich ein normales Footballgame, aber mit mehr Zuschauern (weil das das Homecoming-Game ist... Nein so wirklich hab ichs nicht verstanden). Naja auf jeden Fall haben wir ziemlich hoch gewonnen und das ganze Spiel über war bei den Schülern ziemlich Party angesagt. 

Samstag morgen hatte ich wie jede Woche Training um 7 und bin diesmal danach mit meiner Gastmutter zur Mall gefahren, weil mir noch eine Tasche gefehlt hat. Wofür? Den Homecoming-Dance! :) Das ist sozusagen der Abschluss der Homecoming-Woche und eine ziemlich große Sache. Nachmittags habe ich mich dann also fertig gemacht und bin dann zu einer Freundin gefahren, bei der wir uns mit insgesamt 8 Mädels und einem Jungen getroffen haben. 

Ich in meinem Kleid :))

Nachdem alle fertig waren haben wir erst Fotos gemacht (viele, viele Fotos) und sind dann in ein Restaurant gefahren. Es war ein japanisches Restaurant und es war superwitzig. Wir saßen um eine Art Platte herum, die später ein sehr cooler Koch genutzt hat, um unser Gemüse zu braten. Der Typ war echt der Hammer und hat schon als er angefangen hat erstmal irgendwas auf diese Platte gekippt was dann angezündet so aussah: 

Danach kamen dann noch so Spielchen wie jedem etwas zu Essen in den Mund werfen (was nicht wirklich funktioniert hat aber extrem lustig war), das Essen war im übrigen auch sehr gut. Der Abend war an diesem Punkt schon total gelungen!
Essen *__*

 Zutrittsberechtigung: Eintrittskarte und Schülerausweis (und wer nicht beides dabei hatte musste leider draußen bleiben, bei sowas ist man hier recht streng)

Danach ging es dann aber erst richtig los. Unter 'Homecoming-Dance' hatte ich mir so eine Art Ball vorgestellt (wonach die Kleider und Anzüge auch aussahen), das stellte sich aber als falsche Annahme heraus. Als wir ankamen war recht schnell klar, dass das eher eine riesen Party als ein Ball war. Die Musik (hauptsächlich Charts) und der DJ war ziemlich gut und insgesamt hat das ganze sehr viel Spaß gemacht, auch wenn meine Füße als ich um Mitternacht nach Hause kam echt wehtaten, was aber nach 8,5 km laufen am morgen und dann recht unbequemen, aber zum Kleid passenden Schuhen auch kein Wunder ist. 

Das war also meine Homecoming-Woche, ich fand es sehr sehr cool (auch wenn es stressig war, jeden Abend neben den Hausaufgaben auch noch Programm zu haben), und besonders der Homecoming-Dance hat mir total gut gefallen. 

Von Sonntag bis heute ist nicht so viel aufregendes passiert, außer dass ich Montag Zuhause geblieben und Dienstag das Cross Country Rennen nicht mitgelaufen bin, weil ich echt total fertig war von dem ganzen Stress. Inzwischen gehts mir aber wieder deutlich besser und ich habe jetzt ein langes Wochenende, also Montag frei.

 Ich versuche, mich bald wieder zu melden! :) 

Hannah :) 

PS: Ja, der Government-Shutdown.. Wen es interessiert kann die Nachrichten gucken, ich wollte nur sagen, dass wir hier sehr wohl darüber reden (natürlich am meisten in World Issues etc.), aber es uns NOCH nicht direkt betrifft (ausgenommen natürlich die Leute die ihren Job - zumindest auf Zeit - verloren haben). Ich werde euch aber mitteilen wenn sich da was ändert. Momentan hofft echt einfach nur jeder dass man sich da schnell einigt!

Sonntag, 29. September 2013

Ein bisschen (praktische) Kunst

Freitag war nach einem normalen Schultag dann das Cross Country Spaghetti-Dinner mit anschließendem 'T-Shirt-Tie-dye', was bedeutet man nimmt ein weißes T-shirt, macht es nass, faltet es in einer speziellen weise, schnürt es zusammen und kippt dann Farbe drüber. Das ganze sieht danach etwa so aus: 


Und so sahen meine Hände danach aus:



Naja aber Spaß gemacht hats auf jeden Fall, ich habe leider gerade kein Foto von meinem ferigen T-shirt, aber das kriegt ihr noch. Wer sehr neugierig ist kann ja mal tie dye bei google eingeben, da kommen bestimmt ganz interessante Sachen. 

Samstag war dann das Rennen (und ich schön mit bunten Händen, hätte mir ja mal jemand sagen können, dass das nicht mehr ab geht), was ganz ok aber wegen meiner immernoch nicht ganz auskurierten Erkältung nicht ganz so toll war. Danach waren meine Cross Country Gruppe und ich aber noch in einem tollen Rrstaurant essen, es war sehr lustig und sehr lecker. Später sind wir dann zu einem Laden gefahren der sowas wie unfertige Fleecedecken verkauft, haben uns alle 2 Farben ausgesucht und dann angefangen daraus richtige Decken zu machen. Meine ist leider noch nicht fertig, aber hier ein (extrem schlechtes) Bild von meiner Farbauswahl (Ames High, was ne Überraschung): 

Sonntag war ich mit meiner Gastschwester hier in der Innenstadt, da dort ein Kunstfest stattgefunden hat. Es war sehr interessant und ich war sehr beeindruckt von einigen Dingen dort, besonders groß war das ganze aber nicht und die Sachen waren (natürlich) extrem teuer, also sind wir relativ schnell wieder nach hause gegangen. Ich hätte euch gerne ein paar der Sachen da gezeigt, aber an vielen Ständen waren Schilder mit Copyright und was weiß ich nicht, da wollte ich nicht unbedingt Stress haben.  Ansonsten ist soweit ich mich erinnern kann nichts interessantes mehr passiert, außer dass ich mich sehr auf die Homecoming-Woche gefreut habe, die Montag losging. Darüber schreibe ich im nächsten Post! :) 

Bis dann, Hannah :)

Samstag, 21. September 2013

Action in Iowa? Ist ja verrückt...

Diese Woche ist bis Donnerstag eigentlich nichts interessantes passiert, außer dass meine Mathenote sich etwas verbessert hat und ich wegen meiner Erkältung beim ersten Rennen diese Woche nicht teilnehmen konnte. War aber nicht so schlimm, der Kurs und das Wetter war eh suboptimal, das hätte wohl keinen Spaß gemacht. Was aber sehr wohl Spaß gemacht hat war die Busfahrt nach Des Moines wo unser Meet stattfand, vielleicht gibts davon demnächst auch noch ein Foto ;)

So und nun zu Donnerstag, also eigentlich war es ein ganz normaler Schultag, bis zum Ende der 5. Stunde (als wir eigentlich gerade zum Lunch gehen wollten). Wir standen also geradealle in der Klasse und haben gewartet dass wir gehen können, als eine Durchsage kam, die etwa den Inhalt 'Shelter in place, alle in die Klassenräume, Flure räumen, und Räume abschließen!' hatte. Ich denke ihr könnt euch etwa vorstellen, was das ausgelöst hat. Alle hatten eine seltsame Mischung von Gedanken, alles zwischen 'da ist jemand mit einer Pistole in der Schule und bringt gerade unsere Freunde um' und 'das ist ein Witz, die üben das nur...'. Also alle hinsetzen und mein Lehrer hat die Tür abgeschlossen und einen Zettel in das Fenster in der Tür geklebt (damit man nicht in den Raum gucken kann), auf dem weitere Anweisungen standen. Nachdem dann auch die Jalousien unten waren, hieß es sitzen bleiben, leise sein und warten. Besonders schlimm war die Situation für diejenigen deren Geschwister gerade in der Cafeteria beim Lunch waren, die Atmosphäre war also sehr angespannt. Nach etwa 3 Minuten ist meinem Lehrer dann wohl der Unterschied zwischen einem 'Lockdown' und einem 'Shelter in place' wieder eingefallen, soll heißen wir wussten dann dass wahrscheinlich niemand IN der Schule war, was meinen Lehrer dann dazu gebracht hat den Unterricht fortzusetzen (ihr könnt euch denken wie gut der Plan funktioniert hat). Nach 10 Minuten dachten die meisten noch (oder wollten denken), dass das alles eine Übung war, nach 20 Minuten wurde uns dann langsam klar, dass man dafür wohl nicht so viel Zeit verschwenen würde, was uns alle in leichte Panik versetzt hat. Nach 30 Minuten kam dann endlich die Durchsage, dass es ein Problem VOR der Schule gibt, nicht in der Schule, und dass wir in den Räumen bleiben sollen. Danach war die Situation dann schon wesentlich besser auszuhalten, und auf facebook wurde es recht interessant (spekulationen, Gerüchte etc.).

Insgesamt hat es rund 90 Minuten gedauert, bis uns per Durchsage mitgeteilt wurde, dass jetzt der Rest zum Lunch gehen kann und danach der Unterricht in Kurzstunden fortgesetzt werden würde (viel länger hätten wir es wohl auch nicht ausgehalten ohne anzufangen Papier oder sowas zu essen, wir hatten alle SO Hunger). Was denn jetzt passiert ist? Wenn ihr Ames high school lockdown oder ähnliches bei Google eingebt, findet ihr sicher einen offiziellen Bericht. Für diejenigen, die zu faul zum suchen sind oder der englischen Sprache nicht ausreichend mächtig, hier eine kleine Zusammenfassung:

Eine offenbar mental nicht ganz gesunde Frau wollte in die Schule gehen um ihre Kinder (für die sie kein oder nur ein begrenztes Sorgerecht hatte) zu sich zu nehmen (ja, man kann das Wort 'entführen' benutzen), und hat dabei einen Polizeioffizier, der vor der Schule war, angegriffen (das hat offenbar die halbe Cafeteia gesehen). Danach ist die Frau geflüchtet und hat versucht mit dem Auto zu fliehen, wobei sie fast 2 weitere Cops umgefahren hätte. Es hat dann offenbar ein bisschen gedauert, bis man sie gekriegt hat, ich weiß nur, dass sie jetzt in einem psychologischen Krankenhaus ist.

Ihr seht, action in Iowa ist offenbar möglich, aber nicht ohne jemanden der nicht ganz bei sich ist... Es war auf jeden Fall eine ziemlich gruselige Situation, zumindest in der Zeit in der wir nicht wussten was los war. Im Nachhinein ist das ganze (mal abgesehen von der Frau, die ist immernoch gruselig) eher ziemlich witzig, wenn man die ganzen Geschichten hört, von Lehrern die ihre Türen nicht abgeschlossen aber sehr sehr viel Panik hatten (und dann den Typ der die Türen kontrolliert hat fast erschlagen haben), von Schülern die erst während dem Ereignis in die Schule gekommen sind (also keine Ahnung hatten was los war) und dann gegen Türen gehämmert und die Leute die in diesen Räumen waren in ziemliche Angst versetzt haben, und von anderen Schülern, die leider ziemlich dringend aufs Klo mussten aber den Raum ja nicht verlassen durften...

Also alles in allem waren einfach alle froh, dass niemand verletzt war und es allen gut geht. Gruselig ist es trotzdem, sich neben durchgedrehten Schülern und Lehrern auch noch kranke Eltern vorzustellen, die potentielle Amokläufer sind... Naja der Rest des Tages bestand dann also aus Lunch und 3 weiteren 20-Minuten-Stunden, und am Ende war einfach jeder froh nach Hause zu kommen. Ich hatte an dem Tag eigentlich noch Cross Country Training, was wir aber nach einer halben Stunde wegen Gewitter abbrechen mussten.



Wie mir gerade aufgefallen ist, ist dieser Post jetzt schon verdammt lang, weshalb ich ihn jetzt hier beenden werde.

Ich wünsche euch allen, dass ihr nie in diese Situation kommt!!

Ich schreibe bald wieder, von diesem Wochenende, und danach dann von der Homecoming-Week.

Also, bis bald!

Hannah :)

Sonntag, 15. September 2013

Volleyballgame, Parade & die letzte Woche

Letzten Freitag waren wir bei einem Volleyballgame der Iowa State Women, es war ganz interessant Volleyball mal richtig gespielt zu sehen, da ich mit Volleyball bisher nur die langweiligsten Sportstunden in der Schule in Verbindung gebracht
habe. 



Sonntag waren wir dann bei einer Parade in Boone, einer Stadt etwa 20 min entfernt von hier, an der meine Gastschwester mit der Marching Band unserer Schule teilgenommen hat.Es war auch hier ganz spannend das ganze mal gesehen zu haben, soo interessant war es dann aber auch nicht. Das ganze hatte ein bisschen was von Karnevalszügen in Deutschland, nur das die Leute hier nicht verkleidet waren. Süßigkeiten gabs aber jede Menge und viele verschiedene Fahrzeuge, die praktisch alle irgendwelchen Firmen gehörten. Dazwischen dann halt die Marching Bands verschiedener Schulen und einige Fahrzeuge die winkende Mr und Mrs irgendwas-Menschen rumgefahren haben, wozu die gut waren (oder wen diese Leute interessieren) weiß ich aber nicht.

Die Feuerwehr von Boone:
Eine dieser sogenannten 'Queens':

Marching Band unserer Schule:

Mittwoch hatten wir dann ein überraschend kurzes Spaghetti-Dinner worauf dann Donnerstag ein echt gutes Rennen folgte. Alle Mädels haben sich verbessert und es hat richtig Spaß gemacht! 
 

Ansonsten ist diese Woche eigentlich nicht viel interessantes passiert, außer dass es Freitag die ersten 3-Wochen-Noten gab. Die sind für mich aber auch alle gut ausgefallen (Mathe ausgenommen). Freitag Abend war wieder ein Footballspiel meiner Schule, was gegen Ende auch ganz spannend wurde. Gestern war dann das bekannte Iowa - Iowa game, das bedeutet dass die beiden Iowa State Universitys gegeneinander spielen. Leider hat unsere Iowa State verloren, besonders gut gespielt haben sie aber auch nicht.

Die nächste Woche verspricht wieder einiges an Stress, ich weiß also nicht wann ich mich das nächste mal melde. So oder so bis bald,

Hannah :) 


Montag, 9. September 2013

Cross Country - 1. Spaghetti Dinner & 1. Race

Da ich mit meinen posts schon wieder ziemlich hinterher bin, schreibe ich jetzt schonmal vom letzten Mittwoch und Donnerstag, das Wochenende kommt später.

Mittwoch war ein normaler Schultag, aber anstatt danach noch 2 Stunden zu trainieren, haben sich einige Kleider oder ähnliches und peinliche Socken angezogen (Mittwoch ist Motto-Mittwoch) und dann sind wir nur einen etwas längeren weg (c.a 20 min) zum Brookside Park gelaufen, der eigentlich ganz in der Nähe der Highschool ist. Hier könnt ihr sehr schön sehen, wie super wir alle aussahen (Das ist im übrigen meine Gruppe): 



Dort hat unser Coach dann eine Art Motivationsrede gehalten, die ich persönlich auch ziemlich gut fand. Danach hieß es dann ab zum Spaghetti Dinner, das bedeutet alle sprinten zurück zur Highschool oder wo auch immer die Autos geparkt sind und jeder rennt in ein Auto, danach fahren alle so schnell wie es (sicher) geht zum Haus der Familie die das Dinner macht. Dieses mal ging es etwas außerhalb von Ames, zu einem schönen großen Haus mit seeeeeeeeeeehr großem Garten bzw. Wiese. Da haben schon die Eltern, die an dem Abend geholfen haben, auf uns gewartet und los gings mit dem Essen. Ein Glück, dass die Wiese so groß war, ansonsten hätten da wohl nicht alle hingepasst, immerhin sind wir etwa 75 Mädels beim Cross Country und dann waren diesmal auch noch die Cross Country Boys da, die auch nicht viel weniger zu sein scheinen. Zu essen gab es (wie der Name schon vermuten lässt) Spaghetti, dazu Breadsticks, Meatballs, mini-Karotten und als Nachtisch eine Art kleinen Kuchen oder sowas, jedenfalls war alles sehr lecker. Und so sah das ganze aus:

Insgesamt hatten wir einen sehr schönen und lustigen Abend, der einem auch ein bisschen die Angst vor dem Rennen Donnerstag genommen hat. 




Das Rennen Donnerstag war dann hauptsächlich anstrengend, denn neben den zu laufenden 4km (was schon schlimm genug ist) war es auch noch so etwa 30 grad. Naja, ich habe überlebt und es auch irgendwie ins Ziel geschafft. Meine Zeit verrate ich euch hier nicht, ich sage nur ich war sehr langsam aber hey, ich bin ins Ziel gekommen. Das bin ich nach dem Lauf, die zwei Mädels sind die anderen internationals hier, das Mädchen links ist aus der Ukraine und die in der Mitte aus Finnland. Nach unserem Lauf gab es dann noch den sogenannten 'Varsity run', das bedeutet die 7 besten Läuferinnen aus jeder Schule treten in einem seperaten Rennen gegeneinander an. Wir haben übrigens beide rennen gewonnen und es hat spaß gemacht, bei den Varsity-girls und bei den Rennen der Jungs zuzuschauen.

Das nächste Spaghettidinner und das nächste Rennen sind schon Mittwoch und Donnerstag, danach erzähle ich wieder ein bisschen was. Die Geschichten von diesem Wochenende gibts wahrscheinlich auch erst Ende der Woche, da in der Schule einige Tests anstehen und ich dadurch nicht so besonders viel Zeit habe, aber die Berichte kommen, versprochen ;)

Bis dann,

Hannah :)