Freitag, 2. Mai 2014

5 Monate weiter

Inzwischen bin ich schon fast länger wieder in Deutschland als ich insgesamt weg war und ich weiß wirklich nicht, ob das hier jetzt noch irgendwen interessiert, aber ich schreibe es trotzdem. Vielleicht stolpert ja mal irgendein Austauschschüler über diesen/dieses(?) Blog und findet es hilfreich, auch das zu lesen was bei den meisten ungeschrieben bleibt: Wie es ist, wieder 'rein' zu kommen. 

Wie ich ja letztes Mal schon geschrieben habe, waren die ersten paar Wochen besonders in der Schule sehr schwierig, es ist halt einfach, als wäre man 'die Neue'obwohl man eigentlich seit Jahren auf die gleiche Schule geht (Ich weiß garnicht ob ich das erwähnt habe, aber ich gehe auf ein ganz normales Gymnasium in NRW). Inzwischen kann ich denke ich sagen, dass ich mich wieder komplett eingelebt habe und auch schulisch gesehen das meiste wieder aufholen konnte. Und nein, ich habe nicht einen der Stapel von Arbeitsblättern aus dem ersten halbjahr durchgeguckt. Das hat den einfachen Grund, dass ich mich damit nur selber verrückt machen und außerdem das, was ich jetzt gerade eigentlich lernen soll, vernachlässigen würde. Man findet nach den ersten Paar Wochen (in denen man sich vorkommt wie ein Grundschüler in der Uni) ziemlich schnell raus, was wirklich wichtig war und was man auch einfach lassen kann. Da das deutsche Schulsystem aber auf dem Prinzip des Spirallernens basiert, wird einem das meiste eh nochmal beigebracht, zumindest etwas ähnliches, was man dann ableiten kann (ich sag nur Analyse, was man da jetzt analysiert ist im Endeffekt auch egal...). Klar gibt es, wie ich rausgefunden habe besonders in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern, bestimmte Grundlagen, die offenbar alle im ersten Halbjahr der 10. Klasse gelegt werden. Da hilft es dann nichts, die muss man halt einfach nachholen. Meine erste Klausurphase habe ich sehr gut überstanden, wenn man meine Noten mit denen vom letzten Jahr vergleicht, lässt sich kaum ein Unterschied feststellen. Mehr lernen musste ich wie gesagt auch echt nur in den Naturwissenschaften und Mathe, alles andere ging mehr oder weniger so, auf jeden Fall nicht mit mehr Lernaufwand als normal. 

Auch sonst klappt in der Schule eigentlich alles gut, teilweise sogar besser als vorher. Wie im letzten Eintrag erwähnt bin ich inzwischen sehr aktiv in der Schülervertretung, was ich vor dem Auslandssemester weder gewollt, noch wirklich gekonnt hätte. Das was ich ebenfalls angesprochen hatte, der Punkt mit dem veränderten Freundeskreis, ist ebenfalls war, aber auch das würde ich inzwischen nicht mehr als negativ, sondern eher als positiv deklarieren. Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt vielmehr ich selbst bin, und dementsprechend auch Freunde gefunden habe, die besser zu mir passen als vorher. Das für mich neue Kurssystem hat natürlich dazu beigetragen, da ich jetzt auch einfach viel mehr Leute kenne als vorher. 

Ich habe außerdem angefangen meine Freizeit etwas anders zu organisieren als früher, ich nutze meine Zeit heute besser und habe insgesamt das Gefühl, mehr zu schaffen. Ich habe angefangen, Motorrad zu fahren und viele weitere Dinge, die ich vorher nie gemacht habe aber die mir jetzt schon fehlen würden, müsste ich wieder aufhören. Veränderung ist eine gute Sache!

Mein Rat an alle Austauschschüler, die auch gerade zurück sind und keine Ahnung haben was sie machen sollen: Bleibt ruhig, kein Stress, es wird wirklich alles gut. Es dauert seine Zeit, aber wenn ihr tut was ihr mögt und weiterhin offen seid für Neues, wird das schon alles werden. 

Bezüglich dieses Blogs: Ich habe lange überlegt, ob ich weiter schreiben soll oder nicht und vorallem, wenn ja über was, aber zu einem endgültigen Ergebnis bin ich noch nicht gekommen. Wenn jemand seine Meinung dazu einbringen möchte, Kommentare sind erwünscht :)

Vielleicht bis bald, vielleicht auch nicht, wir werden sehen.

Hannah :)



Freitag, 28. Februar 2014

Back to life in Germany

2 Monate nachdem ich wiedergekommen bin schreibe ich nochmal, einfach um zu zeigen, dass ein Auslandssemester an sich schon so eine Sache ist, aber es noch schwieriger ist, danach zurück zu kommen. Besonders in der Schule hat sich viel verändert, meine Freunde haben jetzt andere Freunde und auch meine Fächer sind jetzt ganz anders. Das liegt zu einem großen Teil daran, dass ich jetzt in die 10. Klasse, also Oberstufe gehe, wo es keine Klassen mehr, sondern ein Kurssystem gibt. Das hat bei mir erstmal für Verwirrung gesorgt, wie sicher bei allen anderen am Anfang auch, nur bei mir hält ein halbes Jahr später. Da kommt man sich schon dumm vor, wenn man erstmal jeden Tag zum Beratungslehrer rennt, seine Räume nicht findet und auch nicht so genau weiß, mit wem man in der Pause jetzt was machen soll. Mal ganz abgesehen vom Unterricht, wo man von manchen Lehrern in der ersten Stunde etwa 50 Arbeitsblätter bekommt und dabei immer wieder den Spruch hört 'Ach mehr war da eigentlich garnicht!' da heißt es dann einfach abwarten und hoffen dass das schon alles wird, was ja in den meisten Fällen auch so ist. 6 Wochen nach meinem ersten Schultag bin ich in den meisten Fächern wieder dabei, ein bisschen problematisch waren für mich eigentlich generell nur Mathe, Bio und Chemie. Aber da muss man sich dann halt einfach mal hinsetzen und nacharbeiten, zumindest das, was man für die nächste Klausur braucht. Da wir vor den Osterferien auch noch Praktikum haben, beginnt die erste Klausurphase schon nächste Woche. Aber wie gesagt, wenn man will schafft man das auch. Doof ist es dann, wenn ein Lehrer einfach mal über ein Thema schreibt, was er behandelt hat bevor man wieder da war, aber auch das kann man klären. Vom sozialen her hat sich wie gesagt einiges geändert, wobei ich sagen muss, dass ich grob immernoch mit den gleichen Leuten was mache wie vorher, nur in anderen Relationen. Leute, die man in der 9. Klasse kaum kannte aber ganz nett fand, findet man jetzt vielleicht besser als eine der ehemals besten Freundinnen. Und natürlich lernt man unendlich viele neue Leute kennen, da man ja nicht mehr nur mit einer Klasse Unterricht hat. Ansonsten bin ich jetzt sehr aktiv geworden in Sachen SV, einfach weil mir das Spaß macht und mir auch geholfen hat wieder rein zu kommen. 

Bevor ich geflogen bin habe ich ziemlich viel und auch auf einem relativ hohen Niveau Handball gespielt, was ich zwar immernoch tue, aber nicht mehr so viel und nicht mehr ganz so intensiv. Es ist und bleibt meine große Liebe, aber während meiner Zeit im Ausland bzw speziell kurz danach habe ich gemerkt, dass mir andere Sachen einfach wichtiger sind und ich diese meinem Sport vorziehen möchte. 

Meine Zeit in den USA kommt mir inzwischen manchmal ein bisschen vor wie ein anderes Leben oder zumindest wie eine Geschichte, die mir jemand anders erzählt hat. Ich vermisse Amerika, und ja, manchmal denke ich immernoch auf englisch :D Im Endeffekt kann ich nur immer wieder betonen, dass es eine gute Entscheidung war und ich froh bin, das ganze gemacht zu haben. 

Bis bald,

Hannah :)

Montag, 30. Dezember 2013

Goodbye America!

Nach Weihnachten war die Zeit auf einmal viel kürzer als ich es wahr haben wollte... Aber ich habe sie definitiv gut genutzt. Am 26. war ich morgens mit einer sehr guten Freundin bei einer Art Subway aber mit Bagels Frühstücken, was sehr witzig war und uns nicht wie 2 Stunden vorkam als uns beiden auffiel, dass wir schon längst wieder Zuhause sein sollten. Nachmittags bin ich mit meiner Gastschwester und ihrem Onkel ins Kino gefahren, genauer gesagt nach Des Moines ins iMaxx Kino. Das ist im Prinzip einfach ein Kinosaal, wobei es keinen wirklichen Bildschirm oder eine Leinwand gibt, sondern die gesamte Fläche die nicht Boden oder Stühle ist dient als Leinwand. Soll heißen, es gibt keine Wände, und das ganze ist einfach gigantisch. Der Sound ist auch extrem cool, da die Lautsprecher hinter dem Screen, der nicht 'fest' ist, sind. Wir haben the Hobbit 2 geguckt, zum Film selber erzähle ich hier aber nichts. Jedenfalls sollte man so ein iMaxx auf jeden Fall mal gesehen haben! Den Abend haben wir damit verbracht, mit der ganzen Familie Monopoly zu spielen, und dann war auch schon mein letzter Tag angebrochen, den ich natürlich mit packen verbracht habe. Einen letzten Blizzard (Eine Art Eis mit etwa jeder möglichen Geschmacksrichtung, ich nehme immer oreo) und dann bin ich irgendwann sehr spät eingeschlafen, mit sehr gemischten Gefühlen. 

Am nächsten morgen wurde ich von meiner Gastmutter geweckt, die genauso traurig war wie ich. Wir sind recht früh losgefahren (mussten ja auch noch zu McDonalds zum Frühstücken, auch wenn ich nichts runter gekriegt habe), sodass wir auch ziemlich früh am Flughafen waren. Nachdem wir noch ein bisschen zusammen gesessen haben, bin ich dann zur Sicherheitskontrolle gegangen - nicht ohne mich tränenreich von meiner Gastfamilie zu verabschieden. Immerhin war die Sicherheitskontrolle ein Witz, im Gegensatz zu dem Horror beim Hinflug... Ich hatte übrigens 2 Koffer mit jeweils 23kg also komplett voll, und bestimmt nochmal 15kg Handgepäck (ja das habe ich später noch bereut, da meine Tasche keine Rollen hatte). 

Der erste Flug war okay, auch wenn das Flugzeug extrem klein war und ich deshalb meine Tasche auch nicht als Handgepäck mitnehmen konnte (ich müsste aber nichts extra zahlen). In Atlanta, wo ich zwischengelandet bin, bin ich dann wegen meiner großen, schweren Tasche gestorben. Dieser Flughafen ist riesig, was bedeutet man muss sehr lange laufen, und das zusammen mit dem Stress den man nunmal hat wenn man alleine in einem riesigen Flughafen rumläuft... Naja zum Mittagessen gabs dann das letzte mal Essen bei McDonalds, was muss das muss :D Und dann war ich einfach nur noch froh, als ich im Flugzeug saß. Dieser Flug war nicht so toll, da ich kaum schlafen konnte... Immerhin hatte ich einen schönen Bildschirm im Sitz vor mir, wo ich aus vielen Filmen aussuchen konnte. 

In Düsseldorf angekommen müsste ich dann noch sehr lange auf mein Gepäck warten, war dann aber einfach nur noch froh, meine Familie zu sehen. 

Das war's also mit Amerika, wahrscheinlich gibt es später nochmal einen Blogrintrag in dem ich schreibe wie es ist, wieder Zuhause zu sein. An dieser Stelle aber schonmal danke an alle, die mitgelesen haben!  

Hannah :) 

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Weihnachten in Amerika

Ganz bewusst hatte ich mich dazu entschieden, Weihnachten noch in Amerika zu verbringen, ganz einfach weil man sowas nicht so einfach nochmal machen kann. Und ja, es war schon schade Weihnachten nicht mit meiner Familie zu feiern, aber da ich diese ja 4 Tage später wieder gesehen habe, war das dann ok. Jetzt zum eigentlichen Post: Weihnachten ist - wie eigentlich alle Feiertage in Amerika - eine ziemlich große Sache. Den ersten Schmuck gab es deshalb auch schon Anfang September zu kaufen, offenbar teilweise auch schon früher.  So richtig fing die ausgiebig geschmückte Weihnachtszeit dann aber erst nach Thanksgiving an. Ab dem 1. Dezember hatte ich dann auch einen Adventskalender, der aber eher aus einer Box bestand, in die meine Gastmutter jeden Tag eine Kleinigkeit gelegt hatte. Auch Nikolaus gab es, in Form einer Tüte mit ein paar Kleinigkeiten wie Socken und Schokolade. Aufgrund der ausgiebigen Dekorationen etc. in der Vorweihnachtszeit hatte ich recht hohe Erwartungen, die sich jedoch nicht so wirklich bestätigt haben.

In meiner Familie wurde Weihnachten sowohl am 24. (Christmas Eve) als auch am 25. (Christmas Day) gefeiert. Der 26.12. ist übrigens in Amerika kein Feiertag. Wir haben also unsere Geschenke, die übrigens schon seit Wochen unter dem mit recht witzigen Ornamenten geschmückten Weihnachtsbaum lagen, teilweise am 24. Abends und teilweise am 25. morgens ausgepackt. 

Das Auspacken der Geschenke war eher eine Enttäuschung für mich, denn mal abgesehen von dem Fakt, dass alle nur Sweatshirts und Jogginghosen anhatten (was jetzt nicht gerade Weihnachtsstimmung aufgebracht hat) und sich Null zurechtgemacht haben, wussten alle außer ich schon vorher was sie bekommen. Das lag daran, dass man hier keinen Wunschzettel schreibt, sondern sich seine Geschenke aussucht und sie sich dann kaufen lässt. Ich finde das richtig blöd, denn das nimmt die ganze Magie und Überraschung und das Geschenkeauspacken ist Mega unweihnachtlich. Außerdem gibt es, wie ich finde, viel zu viel Müll, weil die Geschenke alle erst in Boxen und dann noch in Geschenkpapier gepackt werden, aber über Dinge wie Umweltschutz muss man mit den meisten Amerikanern echt nicht diskutieren. 

Nun aber zum positiven Teil: Ich habe, dafür dass ich 'nur' eine Austauschschülerin bin, extrem viele Geschenke bekommen, hauptsächlich Klamotten. Mein Lieblingsgeschenk kam von meinem Gastvater: Er hat mir eine Dose aus Holz geschnitzt und eine Kette hinein gelegt, beides total schön! :) 

Und ja, Christmas Morning, also am 25., gab es für jeden ein 'Stocking', also der berühmte Socken am Kamin, auch wenn bei uns der Kamin genauso wenig damit Zutun hatte wie ein Socken. Auch dieses Geschenk bestand aus vielen kleinen Dingen die man mal brauchen könnte, auch wenn ich mich echt nicht mit der Idee anfreunden könnte, jedes Weihnachten eine Zahnbürste geschenkt zu kriegen. 

Am 26. war Weihnachten dann wie gesagt auch schon wieder vorbei, was auch dazu geführt hat, dass ALLE Weihnachtsdekoration restlos entfernt wurde. 

Insgesamt war also die Vorweihnachtszeit irgendwie schöner als Weihnachten selber, aber das ganze war definitiv eine Erfahrung, die ich froh bin gemacht zu haben. 

Achja, an Weihnachten habe ich übrigens das erste mal hier 'gekocht', soll heißen Gurkensalat mit Soße nach einem Rezept von meiner Oma und Apfelpfannkuchen. Naja, besser irgendwas als garnichts und besser spät als nie :D 

Hannah :)

Sonntag, 22. Dezember 2013

Valley Junction, Basketball & Lichterpark

 









Die Woche Nach Thanksgiving war nicht so sonderlich interessant, bis auf Samstag, als wir nach Des Moines gefahren sind, zur 'Valley Junction', was im Prinzip einfach eine Ansammlung von Läden auf ein paar Straßen ist, also ähnlich einer deutschen Fußgängerzone, sowas gibt es hier normalerweise nicht, weil es in jeder halbwegs großen Stadt eine Mall gibt. Das war ziemlich interessant und es war wirklich ein schöner Tag. Besonders gut gefallen hat mir, dass alles so schön alt war, das braucht man ab und zu ;)


Ja, es war -20 grad, da gehen Eisskulpturen...






Montag habe ich mit Basketball aufgehört, die Gründe möchte ich hier jetzt nicht erklären, aber es war definitiv eine gute Entscheidung, auch wenn ich froh bin, Basketball überhaupt probiert zu haben. Die Woche habe ich dann neben Schule hauptsächlich Zuhause mit meiner Familie verbracht, was ich sehr genossen habe. 

Auch wenn ich Basketball spielen nicht so Super fand, mag ich den Sport an sich trotzdem. Deshalb waren wir Donnerstag beim Spiel der Iowa State Basketball Woman, was auch wirklich gut war - und gewonnen haben wir auch noch! 


Diesen Samstag haben wir uns eine Art Lichterpark in Des Moines angeguckt, also ein Park wo man mit dem Auto durchfährt und sich verschiedene mit elektrischem Licht geformte und natürlich Weihnachtsorientierte Figuren und ähnliches anguckt. Das ganze kostet ein bisschen was und der Erlös geht an die 'Make a Wish Foundation', die sehr schwer kranken Kindern einen Wunsch erfüllt, zum Beispiel einmal mit der Familie ins Disneyland zu gehen oder ähnliches. Das ganze war ziemlich cool und hat mit sehr gut gefallen. Wir haben etwa 45 Minuten in diesem Park verbracht, aber so lang kam es mir überhaupt nicht vor. Danach waren wir noch essen, in einem Restaurant was wahrscheinlich regelmäßig den die-meisten-Fernseher-in-einem-Raum-Award gewinnt (ich hab in dem Raum in dem wir saßen etwa 20 gezählt), das Essen war aber trotzdem gut ;) 

(Die Bilder kommen später)

Das war's eigentlich auch schon, die 2 Wochen zwischen Thanksgiving und letzter Schulwoche waren außerhalb der zwei in der Überschrift genannten Aktivitäten nicht besonders spannend... Schnee haben wir noch, das schöne hier ist, dass es so kalt ist, dass der auch liegen bleibt. Ansonsten gab e aber wirklich nicht viel. 

Bis bald!

Hannah :) 



Die letzte Woche Schule in Amerika

Die letzte Woche vor den Winterferien war eigentlich ziemlich witzig, wäre es nur nicht schon die letzte gewesen. Die Schule hatte eine Art Spendenaktion laufen die sich 'Winter Madness' nannte, und etwa wie an Homecoming jeden Tag ein bestimmtes Outfit erforderte. 

Montag war das Motto Schlafanzug oder auch 'Come as you are Day', also sollte man einfach so zur Schule kommen, wie man hält aufgewacht ist. Einige Menschen haben das erschreckend ernst genommen, bei den meisten war es aber eher ziemlich witzig. Abends gab es dann noch ein Konzert der Schulband, was wir uns aber nur halb angeguckt haben, da es ziemlich voll und meine Gastschwester ziemlich schnell fertig war.

Dienstag war 'Ugly sweater Day', also mit anderen Worten trage seinen gruseligstes Pulli oder am besten noch den gruseligsten Pulli deiner Eltern. Das war einfach nur witzig und hat mich die Theorie entwickeln lassen, dass manche Sweater vielleicht nur für solche Mottotage verkauft werden, und nicht weil sie wirklich irgendwem gefallen. 

Mittwoch ging es dann bergab mit den lustigen Mottos, es ging darum möglichst viel weiß zu tragen... Was irgendwie nicht so richtig funktioniert hat. Egal, hauptsache in der 3. Stunde hat mein Sportmarketinglehrer einfach mal Pizza bestellt, ohne einen wirklichen Geund aber ok, da sagt man nicht nein.. Der Tag nach der Schule war noch besser, weil ich mit drei Freunden, die auch alle Austauschschüler sind, zum Weihnachtsshopping gefahren bin. Das hat richtig Spaß gemacht und danach hatte ich auch endlich alle Geschenke, inklusive selbst ausgesuchter für die Freunde mit denen ich shoppen war, zusammen. 

Donnerstag war -ER Day. Nein, ich hab meinen Kopf nicht auf die Tastatur geknallt, es ging wirklich darum sich als etwas zu verkleiden was mit -er endet. Die Mehrzahl der Leute die verkleidet waren war als Läufer verkleidet, aber viele waren auch einfach 'teacher' oder 'teenager' und somit nicht gezwungen ihr Aussehen drastisch zu verändern. Abends war ich noch mit meiner Gastfamilie essen, in dem Restaurant in dem ich auch an Homecoming war. Es war wie letztes mal ziemlich cool als der Koch vor unseren Augen die ganze Platte in Flammen gesetzt hat und uns danach ein sehr leckeres Essen servierte, auch wenn es so viel war dass der Rest davon am nächsten Tag nochmal als Abendessen gereicht hat. 

Freitag war es dann so weit, mein letzter Tag Schule in Amerika. Ich konnte es garnicht glauben, eigentlich kann ich es immernoch nicht, aber so ist es nunmal... Man könnte sagen, ich habs vorher gewusst. Vor der Schule habe ich mich mit meinen oben genannten Freunden getroffen und wir haben uns unsere Geschenke gegeben, außerdem habe ich von ihnen noch eine sehr süße Karte bekommen. Diese Freunde haben später am Tag sogar nochmal eine Durchsage gemacht nur für mich, was mich fast zum heulen gebracht hat... Naja so ist das. Es war jedenfalls ein toller Tag, wenn man mal davon absieht, dass ich mich von ganz ganz vielen Freunden, Mitschülern und Lehrern verabschieden musste. Nach der Schule habe ich mich noch mit ein paar Freunden getroffen und wir haben gequatscht, gegessen und Spiele gespielt. Das war total witzig, aber am Ende natürlich auch traurig. 

Mir bleibt nur zu sagen dass ich nicht zum letzten mal diese Schule betreten habe und dass mir die ganzen tollen Erinnerungen immer bleiben, egal was passiert. 

Frohe Weihnachten euch allen! 

Hannah :) 

Montag, 2. Dezember 2013

Thanksgiving in Michigan

Mittwoch morgen ging es dann um 6 uhr los, ich glaub ich habe die Nacht 2 Stunden geschlafen... Glücklicherweise hatte ich dann ja genug Zeit, da die Fahrtzeit nach Michigan normalerweise 9 Stunden ist, wir aber 11 gebraucht haben. Das lag am sogenannten 'Lake effect Snow', also Schnee der entsteht oder deutlich verstärkt wird durch einen großen See der ziemlich nah ist. Die ganze Physik dahinter habe ich nicht verstanden, aber es war sehr witzig, bei starkem Schneefall zu fahren während der Himmel Blau war. Das sah so aus:


Offenbar waren einige Amerikaner der Meinung, sie könnten nur weil sie 4-Wheel-Drive haben genauso schnell fahren wie sonst auch, was sich als großer Fehler heraus stellte. Auf einem Kilometer gab es bestimmt 3 Autos im Straßengraben, Leitplanken gibt es hier ja auch nicht überall. Die Fahrt war insgesamt einfach nur lang und als wir dann mit einer Stunde Zeitverschiebung um 18 Uhr Ortszeit in Grand Rapids, Michigan bei der Schwester meines Gastvaters und ihrem Sohn ankamen, waren wir alle auch echt Müde. 4 Bundesstaaten in einem Tag ist halt schon was :D 

Donnerstag - Thanksgiving Day - haben wir dann größtenteils mit Fernsehen verbracht. Der Tag war also relativ unspektakulär, abgesehen vom Thanksgiving Dinner, was es merkwürdigerweise schon um 14 Uhr gab. Es war sehr lecker und mehr oder weniger traditionell mit Turkey und diversen Beilagen. Besonders interessant fand ich die Cranberrys, die eher wie fester Wackelpudding aussahen, aus der Dose kamen und wahrscheinlich mit echten Cranberrys wenig zu tun haben. Und nein, wir haben nicht alle zusammen gesessen und uns erzählt wofür wir alle dankbar sind, wie gesagt, es war eher unspektakulär. 




Freitag war 'Black Friday', was hier soviel 
bedeutet wie unendlich viele Sales, was so ziemlich heden früher oder später in die Läden treibt. Ich fand das etwas kontrovers, da manche Leute wohl wirklich über andere gerannt sind um die besten Sales zu bekommen, und das genau einen Tag nachdem man feiert was man schon hat... Amerika halt^^ 
Wir sind zu einer Mall gefahren die nicht so unglaublich voll war und haben dort trotzdem ziemlich gute Sales gefunden, hier zum Beispiel:



Shoppen war aber auch wirklich das einzige was wir den ganzen Freitag und Samstag gemacht haben, wobei ich damit jetzt nicht wirklich ein Problem hatte :D 

Sonntag war dann Rückfahrt angesagt, welche dann zum Glück deutlich kürzer war als die Hinfahrt. 

Das war also mein Thanksgiving, auf jeden Fall eine coole Erfahrung. 

Bis bald!

Hannah :)